Editorial zur dach+holzbau 7/2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im vergangenen Jahr registrierte die BG BAU 7309 Absturzunfälle, davon endeten 26 tödlich. Vor allem Abstürze von Dächern und Durchstürze durch nicht tragfähige Bauteile können schwere Folgen haben. Daher ist Absturzprävention so wichtig. Schon vor dem Betreten des Daches sollten geeignete Maßnahmen zur Absturzsicherung geplant werden. Darüber hinaus bilden eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung und die Unterweisung der Mitarbeitenden die Grundlage für sichere Dacharbeiten. Um für das Thema Absturzsicherheit zu sensibilisieren und über Maßnahmen zur Unfallvermeidung zu informieren, richtet der Bauverlag dieses Jahr erneut in Kooperation mit der BG BAU den Fachkongress für Absturzsicherheit aus. Dabei geht es zum einen um Praxisbeispiele zur Umsetzung von Absturzsicherungsmaßnahmen und zum anderen um digitale Anwendungen, die dabei unterstützen sollen, Arbeitssicherheit in der Planungsphase zu berücksichtigen. Außerdem erfahren Sie auf dem Kongress, welche Maßnahmen zur Absturzsicherung bei der Hanebutt-Gruppe zum Einsatz kommen – von „Lifeline“-Systemen bis hin zu Drohnen für Dachaufmaße. Mehr über das Programm des Fachkongresses lesen Sie hier.
Neben dem Fachkongress für Absturzsicherheit, der dieses Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet, hat der Bauverlag mit der „Ikone vom Dach“ einen neuen Award initiiert, mit dem herausragende Betriebe und Persönlichkeiten aus dem Dachdecker-, Zimmerer- und Spenglerhandwerk ausgezeichnet werden sollen. Der Preis, der in sechs Kategorien ausgelobt wird, soll am 21. Mai 2027 im Lokschuppen in Bielefeld verliehen werden. Die Website zur „Ikone vom Dach“ ist bereits online, siehe www.ikone-dach.de, dort finden Sie erste Informationen rund um den neuen Award. In der kommenden Ausgabe der dach+holzbau werden wir ausführlicher über die „Ikone vom Dach“ berichten und erklären, wie die Teilnahme funktioniert.
Zudem bieten wir Ihnen in dieser Ausgabe viele Einblicke in die Praxis und stellen ungewöhnliche Dach- und Holzbauprojekte vor: Dabei zeigen wir, wie ein ehemaliges Wohn- und Stallgebäude in Ladbergen zum lichtdurchfluteten Wohnhaus umgebaut wurde. Auf der Nordwestseite des fast 1000 m² großen Daches wurden vier Dachfelder mit jeweils zehn Dachfenstern eingebaut, durch die viel Tageslicht ins Haus gelangt. Mehr über den Umbau des Hofgebäudes lesen Sie hier.
Außerdem erfahren Sie, wie ein Neubau in Holzrahmenbauweise in Schwerin mit einem hohen Anteil an natürlichen Baustoffen wie Holz, Stroh und Lehm entstanden ist. Die Zwischendecke besteht aus einer Holzbalkenkonstruktion mit Lehmdeckensteinen. Diese Deckensteine können Feuchtigkeit und Wärme aus der Raumluft aufnehmen und zeitverzögert wieder abgeben – dadurch sorgen sie für ein angenehmes Raumklima. Wie das Wohnhaus in Schwerin errichtet wurde, lesen Sie ab in unserem Bericht.
Zudem blicken wir auf die „Worldskills“ im September in Shanghai zurück und zeigen hier, wie Zimmerergeselle Florian Dorer im internationalen Wettbewerb abgeschnitten hat.
Ich wünsche Ihnen eine spannende und informative Lektüre!
Frohes Schaffen wünscht
Stephan Thomas
Chefredakteur des Magazins dach+holzbau
