Schimmernde Fassade aus geflämmtem Holz

Erweiterungsbau der Dälken Ingenieurgesellschaft in Georgsmarienhütte fertiggestellt

Die Dälken Ingenieurgesellschaft mbH hat ihren Firmensitz in Georgsmarienhütte um einen dreigeschossigen Anbau erweitert. Der Anbau wurde im Dezember 2019 fertiggestellt und bezogen, im Frühjahr 2020 wurden die Außenlagen begrünt. Die Wände und Decken des Anbaus sind in Stahlbetonbauweise gebaut und mit Mineralwolle gedämmt. Unterschiedlich große Fenster prägen die Fassade des Anbaus und wirken wie zufällig platziert. Das Bestandsgebäude und der Anbau sind über einen verglasten Gebäudebereich miteinander verbunden.

Mit einer Fassadenverkleidung aus geflämmtem „Accoya“-Holz hebt sich der Anbau deutlich vom Nebengebäude ab. Nicht nur an der Fassade, auch im Innenbereich wurde das geflämmte Holz an zwei Wänden im Obergeschoss verwendet. Die schimmernden, anthrazitfarbenen Fassadenbretter aus neuseeländischem „Accoya“-Holz für die Fassade sind mithilfe eines kontrollierten Brennprozesses entstanden. Bearbeitet und veredelt wurden sie durch den niederländischen Hersteller Zwarthout mit der japanischen Shou-Sugi-Ban-Methode (siehe online unter www.zwarthout.com/de ). Entsprechend der jeweiligen Lichtverhältnisse reflektiert jedes Holzbrett die Kraft des Brennvorgangs unterschiedlich.

Neben der kräftigen Optik sind die Hölzer dank ihrer schwarzen Kohleschicht robust und langlebig. Im Gegensatz zu anderen Holzarten ist das geflämmte „Accoya“-Holz nach der Bearbeitung witterungsresistenter und weniger anfällig für Pilze und holzzerstörende Insekten. Die Montage der Hölzer übernahm die Mentrup GmbH & Co. KG aus Georgsmarienhütte, die sowohl Dach- als auch Zimmerei- und Fassadenarbeiten ausführt ( http://www.dach-mentrup.de ). Vor Ort wurden die geflämmten Hölzer in variablen Längen und Breiten zugeschnitten. Dann wurden sie auf einer schwarz gestrichenen Traglattung verschraubt. Um einheitliche Abstände zu gewährleisten, wurden zur Anbringung der Hölzer Abstandhalter verwendet.

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