Neue Fußgänger- und Radwegbrücke in Troisdorf
53 m lange Brücke aus Brettschichtholz mit StahlstützenRund 53 m lang und 2,5 m breit ist die neue Fußgänger- und Radwegbrücke, die das Bauunternehmen Schmees & Lühn in Troisdorf errichtet hat. Mit ihrem geschwungenen Grundriss verläuft die Brücke von einer Freifläche des Quartiers am Frieslandring zunächst über die Zufahrt einer Tiefgarage, quert den Schwabenweg und mündet mittels einer Rampe im Mehrgenerationenpark Sieglar. Dieser wurde im August 2025 eröffnet.
Die neue Holzbrücke in Troisdorf-Sieglar ist rund 53 Meter lang. Die Stützen und Brückensegmente wurden im Oktober 2025 innerhalb von drei Tagen errichtet
Foto: Schmees & Lühn
„Insbesondere die neu gebaute Gertrud-Koch-Gesamtschule in Sieglar ist dank der Brücke über den Schwabenweg für Fußgänger und Radfahrer nun sicher zu erreichen“, sagt Christoph Twickler, Projektleiter bei Schmees & Lühn. Für die Finanzierung des Bauvorhabens konnte die Stadt Troisdorf Fördermittel aus dem „Sonderprogramm Stadt und Land“ des Bundes nutzen.
Montage innerhalb von drei Tagen abgeschlossen
Die Y-förmigen Stahlstützen der Brücke inklusive der Verankerung sowie die drei Brückensegmente wurden im Oktober 2025 angeliefert und innerhalb von drei Tagen vor Ort aufgerichtet. Das längste Brückensegment ist 27 m lang, die beiden anderen messen jeweils etwa 14,5 m. Die lichte Weite zwischen den Widerlagern an den beiden Enden beträgt 48 m. Mit einem Autokran der Firma Salgert aus Lohmar wurden die Brückensegmente in enger Zusammenarbeit mit den Monteuren von Schmees & Lühn eingehoben. Für den Natursteinbelag wurden Granitplatten mit einem Gesamtgewicht von rund 40 t verlegt. Die 10 cm starken, 2,5 m breiten und bis zu 1,25 m langen Platten sind im Kurvenverlauf konisch zugeschnitten.
Langlebige Konstruktion
Das Brückengeländer verfügt zur Sicherung der Radfahrer über eine Höhe von 1,5 m und ist mit einem Handlauf aus feuchteresistentem „Accoya-Holz“ ausgeführt
Foto: Schmees & Lühn
„Die Belagsfugen der Platten werden abschließend versiegelt. Für den Fall, dass dennoch Wasser einen Weg durch den Belag finden sollte, sind vorsorglich Abflussrinnen in die Unterkonstruktion integriert“, so Christoph Twickler. „Brücken wie diese sind darauf ausgelegt, mindestens 80 Jahre zu halten. Wir schätzen, dass die Lebensdauer noch deutlich länger sein wird“, sagt Twickler. Das Unternehmen Schmees & Lühn verwendete rund 52 m³ blockverleimtes Brettschichtholz der Festigkeitsklasse GL24h für den Bau der Brücke. Hinzu kamen rund 1,4 t Stahl für die Stabilisierungs- und Verbindungselemente. Eine Besonderheit der Konstruktion ist, dass der Anschluss an das Widerlager auf südlicher Seite in Richtung des Mehrgenerationenparks mit Stahlteilen hergestellt wurde, wodurch der Kontakt mit Holz an diesen Nahtstellen vermieden wird. Das soll zu einer höheren Lebensdauer beitragen. Auf der nördlichen Seite endet der Überbau mit einem Kragarm vor dem Widerlager. Das Brückengeländer verfügt zur Sicherung der Radfahrer über eine Höhe von 1,5 m und ist mit einem Handlauf aus feuchteresistentem „Accoya-Holz“ ausgeführt. Für Fußgänger wurde auf 90 cm Höhe ein Edelstahlhandlauf ergänzt, der mit LED-Beleuchtungen ausgestattet wird. Die Brücke wurde im Frühjahr 2026 für den Verkehr freigegeben.
