BAU 2017: Solardachbahn, dichte Fensterbänke und das richtige Werkzeug

Sie schützt das Haus vor Regen und wandelt Sonnenstrahlen in elektrische Energie um. Die Solardachbahn „Evalon Solar cSi“ von Alwitra schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der Messe BAU in München gab es einen Prototyp der Solardachbahn zu sehen. Der Andrang am Stand war dementsprechend groß und die Nachfrage, wann die Bahn auf den Markt kommt auch. Leider ist die Solardachbahn noch nicht auf dem deutschen Markt verfügbar. Alwitra plant nach heutigem Stand die Markteinführung für Herbst 2017. Ob es dabei bleibe, sei abhängig von Zulassungen und Prüfungen, so Alwitra. Schon 1999 hatte Alwitra eine Dachbahn mit integrierten Solarmodulen auf den Markt gebracht. Nach der Insolvenz des amerikanischen Zulieferers Unisolar stellte die Firma aber keine Solardachbahnen mehr her. Für die neue Bahn konnte Alwitra europäische Zulieferer gewinnen. Wer genau die flexiblen Solarmodule liefert, hält Alwitra aber verständlicherweise geheim. Die Dachbahn wird mechanisch mit Haltetellern befestigt. Untereinander werden die Bahnen per Heißluft verschweißt. 

Gegen das „Gewerkeloch“

Schnittstellenlösungen bot Inthermo an: Dringt Feuchtigkeit über den Fensteranschluss in die Holzkonstruktion ein, ist das nie gut. Eine Lösung kann eine zweite, wasserführende Dichtebene unter der Fensterbank sein. Das passende Material dazu stellte Inthermo auf der Bau vor: eine Kork-Dämmleiste unter der Fensterbank, abgedichtet mit Fugenbändern. Die Firma hat auf der Bau außerdem angekündigt, bei ihren Dämmplatten ab sofort auf Hanf statt auf Holzfasern zu setzen. Die Gründe: Hanf biete einen besseren sommerlichen Hitzeschutz und einen besseren Schallschutz als Holzfasern. Auf der Bau stellte Inthermo auch erstmals eine Studie für Holzrahmenbauten mit einem Hanffaser-WDVS vor.

Holzfaserdämmstoffe sauber zuschneiden

Wenn es darum geht, Holzfaserdämmstoffe zu schneiden, braucht es richtiges Werkzeug: Der Werkzeughersteller Mafell hat das Dämmstoffsägesystem „DSS 300“ vorgestellt. Es besteht aus einem Sägeseil, mit dem schienengeführte oder Freihandschnitte möglich sind. Ergänzt wird das System durch einen Volumensauger und einen Sägetisch. Ein ganz anderes System gab es bei Dosteba zu sehen. Dort wurde eine Alligator-Säge von DeWalt in eine Spewe-Schneidevorrichtung montiert. Das soll Zimmerleuten das saubere Schneiden von Holzfaserplatten erleichtern.

Rekordverdächtige Besucherzahl

Insgesamt kamen 250 000 Besucher vom 16. bis 21. Januar zur BAU nach München. Davon kamen 80 000 Besucher aus dem Ausland. Nachberichte zur Bau, Videos und Fotos finden Sie hier. Schauen Sie auch auf unseren Youtube-Kanal oder besuchen Sie uns unter

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