Holzbrücken für den Wiederaufbau im Ahrtal?

Die Studiengemeinschaft Holzleimbau e. V. hat eine erste Machbarkeitsstudie für eine Holzbrücke zur Unterstützung des Wiederaufbaus im Ahrtal beauftragt.


134 Tote, 42.000 unmittelbar betroffen Einwohner, 3.000 beschädigte Gebäude und 800, die von der Flut zerstört oder mitgerissen wurden. 14 von 16 Schulen sind nicht mehr nutzbar und 19 Kindertagesstätten nicht mehr vorhanden. Neben den Hochbauten wurden auch 62 von 64 Brücken durch die Hochwasserkatastrophe im Sommer dieses Jahres zerstört.


Im Rahmen des Vorstands der Studiengemeinschaft Holzleimbau e. V: wurden Überlegungen zu möglichen Hilfeleistungen durch die Verbandsmitglieder angestellt. Auf der letzten Mitgliederversammlung berichtete Tragwerksplaner Tobias Götz vom PIRMIN JUNG über die massiven Schäden und die Überlastung von Kommunen und Krisenstab aufgrund der Vielzahl anstehender Arbeiten. Auf Hinweise und Vermittlung des in Remagen ansässigen Ingenieurbüros konnten direkte Kontakte zu den Ortsbürgermeistern in Dernau und Rech hergestellt werden. Inzwischen wurde das Büro Miebach mit einer ersten Machbarkeitsstudie für eine Holzbrücke beauftragt, die der Gemeinde Dernau als Grundlage und Entscheidungshilfe dienen soll.


Zudem haben einige Mitgliedsbetriebe die zeitnahe Erbringung von Leistungen wie Planung, Herstellung und Montage von Bauteilen oder die Bereitstellung von Baustoffen in Aussicht gestellt, um einen möglichst raschen Aufbau der Verkehrsinfrastruktur im Ahrtal zu unterstützen.