Schulneubau in Holz-Hybrid-Bauweise in Darmstadt
Blick in das Gebäudeinnere der Heinrich-Hoffmann-Schule in Darmstadt. Der Schulneubau verfügt über ein Dachtragwerk in Holzbauweise. Zahlreiche Oberlichter sorgen für viel Tageslicht im Gebäude
Foto: Conne van d´Grachten
In Darmstadt wurde vor kurzem die neue Heinrich-Hoffmann-Schule fertiggestellt. Der Neubau bildet ein Ensemble aus Grundschule, Kindertagesstätte und Sporthalle und wurde in enger Zusammenarbeit von der Krebs + Kiefer GmbH, Blumenstein + Architekten GmbH und Rubner Ingenieurholzbau nach einem Entwurf von v-Architekten realisiert. Die viergeschossige Grundschule, die dreigeschossige Kindertagesstätte sowie die Sporthalle sind als eigenständige Gebäude konzipiert und sowohl untereinander als auch mit dem umliegenden Stadtraum vernetzt. Im Zentrum des Ensembles liegt ein begrünter Schulhof, der nicht nur Raum für Spiel und Begegnung bietet, sondern auch als öffentliche Fläche für Anwohnende dient.
Stahlbetonbau mit Holzrahmenwänden
Die Sporthalle der Schule in Darmstadt verfügt über ein Dachtragwerk aus Brettschichtholzträgern, das durch Brettsperrholzelemente für Wände und Decken ergänzt wird
Foto: Conne van d´Grachten
Sowohl die Grundschule als auch die Kindertagesstätte wurden in Stahlbetonskelettbauweise mit einer Fassade aus vorgefertigten Holzaußenwänden realisiert. Dabei kamen über 2000 m² Holzrahmenelemente sowie knapp 900 m² Holz-Glas-Fassaden mit integrierten Holz-Aluminium-Fenstern zum Einsatz. Die Sporthalle wurde hingegen in Massivholzbauweise errichtet: Ihr Dachtragwerk mit rund 15 m Spannweite besteht aus 80 m³ Brettschichtholzträgern und wird ergänzt durch knapp 1100 m² Brettsperrholzelemente für Wände und Decken. Sämtliche Holzbauarbeiten übernahm das Unternehmen Rubner Ingenieurholzbau.
Energetische Besonderheiten
Der Neubau in Darmstadt fügt sich harmonisch in seine Umgebung ein und wird von denkmalgeschützten Bauwerken und der historischen Stadtmauer eingerahmt. Auch energetisch setzt das Projekt Maßstäbe durch Dachbegrünungen mit Regenwasserspeicherung, Photovoltaikanlagen sowie begrünte Stützmauern. Die Innenhöfe wirken dabei als natürliche Klimaregulatoren: Im Winter unterstützen sie die passive Wärmegewinnung, im Sommer sorgen durchdachte Lüftungskonzepte für angenehme Temperaturen, ganz ohne aufwendige Technik.
