Liebe Leserinnen, liebe Leser,

erneuerbare Energien haben im ersten Quartal 2019 fast die Hälfte der Stromproduktion in Deutschland ausgemacht (45 Prozent). Das zeigen Zahlen des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE). Damit war der Anteil erneuerbarer Energien im ersten Quartal 2019 um fast 20 Prozent höher als im Vorjahr. Solarstrom spielt dabei neben Windkraft eine wichtige Rolle. Der Zubau an PV-Anlagen ist 2018 um 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Grund dafür sind gesunkene Kosten für PV-Module und Speichersys-teme. Das zeigt ein Hintergrundpapier zu erneuerbaren Energien des Umweltbundesamts vom März diesen Jahres.

Sinnvoll ist es, Solaranlagen mit einem Speicher zu kombinieren, der überschüssige Energie speichert. Solarstrom lässt sich außerdem für den Betrieb einer Wärmepumpe nutzen. In Kombination mit thermischen Luftabsorbern und einem Eisspeicher entsteht ein Kreislaufsystem, das ohne fossile Brennstoffe auskommt – das Haus wird quasi zum Selbstversorger! Mit dem so genannten „Kraftdach“ lässt sich so ein Konzept auf Basis erneuerbarer Energien umsetzen. Mehr über das System lesen Sie ab Seite 9.

Produziert eine Solaranlage mehr Strom, als für den Gebäudebetrieb gebraucht wird und ein Speicher aufnehmen kann, lässt sich der Energiespeicher mit einer „Solar-Cloud“ kombinieren. Dabei handelt es sich um ein rechnerisches Modell, das der Besitzer der PV-Anlage mit einem Stromanbieter vertraglich regelt. Wie genau es funktioniert und worin sich die einzelnen Anbieter unterscheiden, lesen Sie ab Seite 12.

Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Dieses Ziel hat sich die Bundesregierung gesetzt. Die Aktivistinnen und Aktivisten der „Fridays for Future“-Bewegung fordern sogar, die Stromversorgung in Deutschland bis 2035 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Außerdem soll bis zum Jahr 2030 nur noch die Menge an CO2 ausgestoßen werden, die auf natürliche Weise gebunden werden kann.

Dachdecker oder Zimmerer können dazu beitragen, dass mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Photovoltaik ist heute nicht mehr nur auf Aufdachanlagen beschränkt. Solardachbahnen, Solardachziegel oder Solarfolie für Stehfalzdächer – der Markt bietet viele Produkte für die Solarstromerzeugung, mit deren Verarbeitung sich Dachdecker auskennen. Nur für den Anschluss und alle elektrotechnischen Arbeiten muss ein Elektriker hinzugezogen werden. Ein paar dieser Produkte zeigen wir Ihnen ab Seite 40. Noch viel mehr neue Technologien und Produkte für die Solarwirtschaft finden Sie auf der Messe Intersolar Europe. Sie ist eine von vier Energiefachmessen, die Mitte Mai in München stattfinden (siehe Seite 4). Innerhalb eines Jahres ist die Plattform „The smarter E Europe“, zu der die Intersolar gehört, von einer auf zehn Messehallen gewachsen. Das zeigt: Erneuerbare Energien und Solarstrom sind die Zukunft! 

Ich wünsche Ihnen frohes Schaffen,

Sie können die Energiewende mitgestalten,
die Produkte und Lösungen dafür gibt es bereits!

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