Werkshalle aus Holz mit HardiePanel-Fassade

Großformatige Faserzemenentpaneele

Für den Bau einer neuen Werkhalle in Holzbauweise entschied sich Holzbau Henz für eine Fassade aus „Hardiepanel-Faserzementpaneele. Ausschlaggebend waren vor allem die niedrigen Arbeitskosten und der geringe Wartungsaufwand des Fassadenmaterials.

Der Betrieb Holzbau Henz aus Trierweiler ist ein kontinuierlich wachsendes Holzbauunternehmen. Der 2003 als Zimmerei gestartete Betrieb bietet heute alle Leistungsbereiche eines modernen Holzbauunternehmens an. Planer, Holzbauingenieure, Zimmermeister, Techniker, Architekten und Projektmanager entwerfen und realisieren dabei gemeinsam individuelle Bauprojekte. Längst wurde das klassische Zimmereigeschäft um eine Sparte zum Bau von energieeffizienten Holzhäusern erweitert. Weitere Geschäftsbereiche zur technischen Unterstützung bei Bauprojekten und zur Vermarktung und Vermietung eigener Immobilien ergänzen das Portfolio. Die vielfältigen Geschäftsaktivitäten sprengten dabei mit der Zeit die Kapazitäten des mit 21 000 m² schon recht großen Firmengeländes. 2018 wurde deshalb der Gebäudebestand um ein Büro- und Verwaltungsgebäude und um eine dritte Werkhalle erweitert. „Wir benötigten mehr Platz für neue Fertigungsanlagen, gleichzeitig wollten wir unsere bestehenden Hallen anderweitig nutzen“, sagt Simon Neyses, stellvertretender Geschäftsführer von Holzbau Henz über den Neubau.

Neue Halle dient als Lager und Produktionsstätte

Die neue Werkhalle ist in zwei Bereiche geteilt. Etwa ein Drittel des verfügbaren Platzes fungiert als Langholzlager. Auf der restlichen Fläche befindet sich – durch eine Innenwand abgetrennt – eine neue Fertigungsstraße für die Holzhäuser des Unternehmens. Die Halle wurde komplett in Holzbauweise erstellt. Das Holzständerwerk der Halle wurde dabei mit diffusionsoffenen Holzfaserplatten beplankt, die im Bereich der Maschinenhalle mit Mineralwolle gedämmt wurden. Die Fassade der Halle wurde als vorgehängte, hinterlüftete Konstruktion ausgeführt. Dabei entschied sich der Bauherr gegen Holz und für Faserzementpaneele als Material für die Fassade. Die Wahl fiel auf großformatige, weiße „Hardiepanel-Fassadenpaneele und anthrazitgraue Elemente im Sockelbereich. Das Firmenlogo wurde dabei auf beiden Giebelseiten des Gebäudes in die Fassade integriert. Die einzelnen Buchstaben des Schriftzuges wurden dazu auf den Maschinen im Holzbaubetrieb aus den Faserzementpaneele herausgeschnitten und bei der Montage in den Firmenfarben hinterlegt.

Niedrige Arbeitskosten

Was aber veranlasst ein Holzbauunternehmen, sich bei der Fassadengestaltung gegen den Baustoff Holz als Material und für Paneele aus Faserzement zu entscheiden? Der Preis sei ausschlaggebend gewesen, meint der stellvertretende Geschäftsführer Simon Neyses. „Das Material ist nicht wirklich günstiger als Holz, aber die Arbeitskosten sind bei Holz weitaus höher. Die Kosten für die Beplankung der gesamten Fassade mit Holz hätten mindestens beim Doppelten gelegen“, schätzt Neyses.

Nicht brennbar und feuchteunempfindlich

Die „Hardiepanel“-Fassadenelemente sind laut Hersteller widerstandsfähig, schrumpfen nicht, quellen nicht und werden nicht rissig, auch wenn sie extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Hinzu kommt eine hohe Resistenz gegen Algen- und Pilzbefall. Feuchtigkeit und Frost sowie große Hitze machen den Fassadenpaneelen genauso wenig aus wie Spechte, Insekten oder Schädlinge. Zudem erfüllen sie die Anforderungen der Baustoffklasse A2-s1, d0 und sind damit gemäß internationaler Klassifizierung nicht brennbar.

Geringe Wartungskosten

Eine speziell entwickelte Beschichtungs- und Auftragsmethode („Colourplus“-Technologie) sorgt dafür, dass Fassaden mit „Hardiepanel“-Elementen wenig Pflegeaufwand benötigen. Die Farbe wird dabei im Werk in mehreren Schichten aufgetragen und eingebrannt. Das bewirkt, dass der Farbauftrag besonders widerstandsfähig ist. Die Farbe reißt nicht, blättert nicht ab und ist vor Verblassen durch starke UV-Strahlung geschützt. Ein Nachstreichen der Paneele, wie es bei Holzfassaden regelmäßig erforderlich ist, ist daher nicht nötig. Verschmutzungen können bei Bedarf mit Wasser und einem milden, lösungsmittelfreien Haushaltsreiniger von den Paneelen entfernt werden.

Mit sichtbaren Fugen verschraubt

Die „Hardiepanel“-Faserzementpaneele sind 8 mm dick und 11,2 kg/m² schwer. In Kombination mit dem großen Format (3050 x 1220 mm) sorgte das Gewicht der Elemente für eine schnelle Montage an der Werkhalle. Zum Schutz vor dauerhafter Durchfeuchtung hatten die Handwerker vor der Montage EPDM-Bänder auf der Holzunterkonstruktion aufgebracht (maximaler Achsabstand 60 cm). Die Platten wurden mit sichtbaren Fugen von unten nach oben auf der Unterkonstruktion befestigt. Dabei verwendeten die Holzbauer farblich passende, kopfbeschichtete „Hardiepanel“-Schrauben aus Edelstahl (A2, Kopfdurchmesser 12 mm, 4,8 x 38 mm), die speziell für Holzunterkonstruktionen geeignet sind. Ein Vorbohren war nicht erforderlich. Bei der Befestigung achteten die Holzbauer darauf, einen seitlichen Randabstand von 20 mm einzuhalten. Der Abstand der Schrauben untereinander durfte maximal 40 cm betragen. Zuschnitte der Platten führten die Handwerker mit einer Handkreissäge aus, die mit dem „Hardieblade“-Sägeblatt ausgerüstet war. Sämtliche Schnittkanten erhielten nach dem Zuschnitt eine Kantenversiegelung („Colourplus“ von James Hardie). Dazu verwendeten die Hand­werker ein Werkzeug zum Auftragen mit kleinem Schwamm und dreieckiger Spitze. Die Kantenversiegelung eignete sich ebenfalls zur Ausbesserung kleinerer Kratzer auf den Platten. 

Geringere Arbeitskosten durch schnelle Montage

Bei der Außenwandbekleidung einer neuen Werkhalle, die als vorgehängte hinterlüftete Konstruktion ausgeführt wurde, entschied sich das Holzbauunternehmen für „Hardiepanel“-Fassadenplatten aus Faserzement. Entscheidungsrelevant waren die im Vergleich zur ebenfalls diskutierten Holzfassade deutlich geringeren Arbeitskosten, die schnelle Montage und die niedrigen Wartungskosten der Fassadenpaneele aus Faserzement.

Autorin

Rita Jacobs führt ein PR-Büro mit Schwerpunkt Bau und Architektur in Düsseldorf und unterstützt die James Hardie Europe GmbH bei der Pressearbeit.

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