Flachdachkontrolle per Scanner und App

Mit einem System aus Sensoren in der Dämmschicht, einem Scanner und einer App lassen sich nasse Stellen im Dachaufbau aufspüren und dokumentieren. Die Kontrolle sorgt dafür, dass eventuelle Schwachstellen im Dachaufbau deutlich früher erkannt und ausgebessert werden können.

Das System „Hum-ID“ basiert auf batterie- und kabellosen Sensoren, die in regelmäßigen Abständen in die Unterseite einer Flachdachdämmung geschoben werden. Direkt nachdem das Dach abgedichtet ist, lässt sich jeder verbaute Sensor mit einem Scanner abfragen und so feststellen, ob er nass oder trocken ist. Die erste Sensorkontrolle wird oft schon während der Bauphase vom Dachdecker durchgeführt, um Problemstellen frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls auszubessern. Die „Hum-ID“-Technologie wurde außerdem für weitere Anwendungsszenarien getestet. Neben Balkonen und Terrassen lassen sich auch Bodenbereiche damit auf Nässe kontrollieren.

Ergebnisse speichern und versenden

Die Sensorkontrolle gilt auch zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer als wichtiges Dokument zur Abnahme nach Abschluss der Baumaßnahme. Die Ergebnisse der Dichtigkeitskontrolle werden gespeichert, mit einem Zeitstempel versehen und können als Datei an alle Baubeteiligten verschickt werden. Der Dachdecker kann so seine eigene Arbeit kontrollieren und sich gleichzeitig vor Rechtsstreitigkeiten absichern.

Smartphone-App erleichtert Kontrolle

Die „Hum-ID“-App ermöglicht, in Kombination mit dem RFID-Scanner „HD Exa“, die Kontrolle der Sensoren komplett vom Smartphone aus. Auf dem Smartphone-Display werden die verbauten Sensoren auf dem Bildschirm sichtbar und ihr Statuts (nass oder trocken) wird farblich angezeigt. Mit der grafischen Oberfläche der App geht das Kontrollieren der Sensoren deutlich schneller – egal ob auf dem Flachdach, auf Terrassen oder beim Einsatz im Innenbereich.

Mit der App können außerdem Projektdaten wie Hersteller und Menge der Abdichtungs- und Dämmmaterialien erhoben und gespeichert, Kontrollgänge durchgeführt und die Ergebnisse der Überprüfungen gespeichert und verschickt werden. Die automatisch gespeicherten Protokolle enthalten einen grafischen Plan, der die Position der nassen Stellen anzeigt. Problematische Bereiche können so bei der nächsten Begehung schneller gefunden und erneut überprüft werden.

Die neue „Hum-ID“-App 2.0 ist für alle iOS und Android-Geräte verfügbar und kann ab sofort im Appstore und im Google Playstore heruntergeladen werden. Mehr Informationen zum „Hum-ID“-System finden Sie unter www.hum-id.com .

Autor

Daniel Bochow ist Marketing-Manager der Hum-ID GmbH in Berlin.

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