Dauerhaft mit dem richtigen Material

Edelstahlschrauben gewährleisten lange Haltbarkeit

Die Holzterrasse eines Tennisclubs musste erneuert werden. Bei der Planung wurde auf eine zuverlässige Befestigungstechnik geachtet. Die Kombination von Edelstahlschrauben und Distanzprofilen für den konstruktiven Holzschutz soll für eine lange Haltbarkeit sorgen.

Die Witterung hatte der Holzterrasse des Tennisclubs in Herrenzimmern bei Rottweil (Baden-Württemberg) ordentlich zugesetzt, etliche Balken waren verfault. Da das Lokal verpachtet und die Terrasse öffentlich zugänglich ist, musste gehandelt werden. Anstatt nur Teile der Terrasse zu sanieren, entschied man sich dazu, die ursprüngliche Tragkonstruktion aus Holz vollständig durch Metall zu ersetzen und neue Terrassendielen darauf zu befestigen. Dank verzinktem Stahl ist diese Lösung wetterfest. „Sollte das Terrassenholz irgendwann einmal erneuert werden müssen, dann verlegen wir einfach neue Bretter“, sagt Steffen Kobel, er ist Mitglied des TC Herrenzimmern und arbeitet in der Schreinerei seines Bruders.

Die Vereinsmitglieder halfen bei der Sanierung kräftig mit. Zunächst wurde das vorhandene Terrassenfundament abgerissen, ein Metallbauer aus der Region errichtete daraufhin einen neuen Unterbau. Steffen Kobel kümmerte sich gemeinsam mit seinem Bruder Christoph um das Holz für den Belag und sorgte schließlich für den fachgerechten Zusammenbau.

Verwendet wurden bei der Terrasse unterschiedliche Edelstahlschrauben von Heco. „Wir arbeiten in unserem Betrieb schon jahrelang mit dem Schraubenhersteller zusammen, da war klar, dass wir auch hier Heco-Schrauben verwenden“, sagt Steffen Kobel.

Holz auf Unterkonstruktion

Drei verschiedene Schraubenarten aus Edelstahl kamen zum Einsatz: Die „Heco-Fix-plus“-Rundkopfschraube, die „Heco-Topix“-Terrassenbelagschraube mit Teilgewinde 5 x 40 mm sowie die Variante mit Unterkopf-Gewinde in der Abmessung 5 x 80 mm. Auf den Metallstreben der Tragkonstruktion wurden mit den Rundkopfschrauben die Holzdielen befestigt. „Der Metallbauer hat die Streben mit Bohrlöchern versehen, sodass wir die Hölzer von unten schnell und einfach befestigen konnten“, erläutert Steffen Kobel. Als Nächstes kamen die kurzen Terrassenbelagschrauben mit Teilgewinde zum Einsatz, mit denen die Distanzprofile auf die Hölzer geschraubt wurden. Die Distanzprofile aus Kunststoff sind notwendig, damit Wasser, das zwischen die Holzbalken und Terrassendielen gelangt, besser abfließen und Feuchtigkeit schneller verdunsten kann. „Bei der alten Terrasse waren die Hölzer ohne Luftspalt miteinander verschraubt. Bei auftretender Feuchtigkeit konnte hier nichts abtrocknen. Deshalb waren am Ende auch etliche Balken verfault“, sagt Steffen Kobel.

Schrauben verhindern Knarzgeräusche

Bereits bei der Holzauswahl achteten die Brüder auf eine lange Haltbarkeit des Materials und entschieden sich bei den Dielen für sibirische Lärche. Das Holz ist hart und witterungsbeständig und eignet sich gut für Bauwerke im Außenbereich. Um die Terrassendielen auf den Holzbalken zu befestigen, verwendeten die Kobel-Brüder die 80 mm langen „Heco-Topix“-Terrassenbelagschrauben mit Unterkopf-Gewinde. Die Belagbretter werden an jedem Auflagepunkt mit jeweils zwei dieser Terrassenbelagschrauben fest mit der Unterkonstruktion verbunden. Das Unterkopf-Gewinde fixiert dabei die Belagbretter sicher und verhindert gleichzeitig Knarzgeräusche, die bei Verwendung von Teilgewindeschrauben üblicherweise entstehen können, sobald das Holz quillt und schwindet beziehungsweise wenn Menschen die Terrasse betreten.

Vorbohren hilft

Besonders einfach gelingt das Eindrehen der Schrauben, wenn die Terrassendielen vorgebohrt werden. Dafür hat Heco einen Terrassendielenbohrer im Programm, der die Arbeitsgänge Vorbohren und Vorsenken miteinander kombiniert. Für ein optisch sauberes Schraubenbild ist somit gesorgt, weil sich durch das Vorsenken der kleine Linsensenkkopf bündig in die Holzdiele einschrauben lässt. „Das ist wichtig, weil sich sonst bei einer zu tief eingedrehten Schraube wiederum Wasser in der Vertiefung sammeln könnte“, erklärt Steffen Kobel. Die spezielle Geometrie der Schraube mit Fräsrippen an der Spitze verhindert zudem das Spalten des Holzes.

Knapp zwei Tage dauerte es, bis der neue Terrassenbelag montiert und die Besucherterrasse der Clubgaststätte wieder begehbar war. Dank der Materialkombination aus Metallgerüst, Hartholzdielen und Edelstahlschrauben wird die neue Terrasse des TC Herrenzimmern nun gewiss einige Jahrzehnte überdauern.

Autorin

Annegret Meier ist PR-Beraterin bei der Agentur Ansel und Möllers in Stuttgart und betreut Heco bei der Pressearbeit.

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