Mit der richtigen Schraube Böden verlegen

Mit den richtigen Schrauben lässt sich der Montageaufwand von Holzdielenböden deutlich reduzieren. Ein großer Vorteil ist zudem, dass das Aufspalten und Lockern der Belagbretter verhindert wird. Auch Knarrgeräusche sind passé. 

Vor der Verarbeitung müssen die Dielenbretter etwa ein bis zwei Tage zur Anpassung an das Raumklima nässegeschützt an ihrem Einbauort gelagert werden. Die Raumtemperatur sollte dabei über 10 °C liegen. Wichtig ist auch, dass die tragende Unterkonstruktion tragfähig, eben und sauber ist.  


Wahl der Befestigungsmittel

Üblicherweise kommen bei der Verlegung von Dielenböden Teil- und Vollgewindeschrauben zum Einsatz. Teilgewindeschrauben, weil sie mit ihrem Kopf das Dielenbrett auf die Unterkonstruktion ziehen, Vollgewindeschrauben, weil sie die Diele zusätzlich axial fixieren und späteres Knarren und Knarzen des Belags verhindern. Korrekterweise wird nach dem Einschrauben der Vollgewindeschraube die zuvor eingesetzte Teilgewindeschraube mit einem dritten Arbeitsschritt wieder entfernt. Dieser Aufwand kann mit der Wahl der richtigen Befestigungsmittel deutlich reduziert werden: zum Beispiel mit Dielenvollgewindeschrauben, die trotz Vollgewinde über einen Zusammenzieheffekt verfügen. Die Heco-Unix-top Dielenschraube mit Linsenkopf verbindet die Eigenschaften von Teil- und Vollgewindeschrauben. Dank ihrer veränderlichen Gewindesteigung zieht sie die Bauteile zusammen und fixiert gleichzeitig das Dielenbrett spaltfrei axial über das Vollgewinde. Dadurch können Dielen in einem Arbeitsschritt verlegt werden, ohne dass später bei der Benutzung störende Knarrgeräusche auftreten.  

Der kleine Linsenkopf eignet sich besonders für enge Montageverhältnisse. Da er sich platzsparend einschrauben lässt, gewährleistet er den passgenauen Sitz von Nut und Feder. Darüber hinaus wird das Spalten der Feder vermieden, was bei der Verwendung eines Flachsenkkopfes vorkommen kann. Die Wahl der Schraubenlänge hängt von der Stärke der Belagbretter ab. Prinzipiell gilt: Um den Zusammenzieheffekt der Dielenschraube optimal zu gewährleisten, müssen etwa zwei Drittel des Gewindes für die Unterkonstruktion, ein Drittel für das Belagbrett gerechnet werden.

 

Verlegung: Dehnfuge nicht vergessen

Für die zusätzliche Vermeidung von Knarrgeräuschen sollte der Handwerker vor der Verlegung den Platz für eine Dehnfuge von 10 bis 15 mm zwischen Wand und Diele berücksichtigen – bei größeren Bodenflächen sind je nach Größe der Dielenbretter sogar dazwischenliegende Dehnfugen erforderlich. Die Verlegung der Dielen erfolgt im Verband mit um mindestens 15 cm versetzten Stößen. Dabei wird in der Feder entlang der Innenkante das Brett plan auf den Unterboden geschraubt. Nachdem das Dielenbrett in der Feder befestigt wurde, wird das anschließende Brett mit der Nut darin eingeschoben und ebenfalls plan auf den Unterboden verschraubt.

Abschlussarbeiten

Nach der Verlegung und Verschraubung der Dielenbretter auf die Unterbodenkonstruktion liegt sofort ein optimaler Verbund vor. Im Gegensatz zur Verleimung von Nut und Feder, wie bei der schwimmenden Verlegung, müssen keine Aushärtungszeiten beachtet werden. Daher ist die Befestigung der Sockelleisten direkt im Anschluss möglich. Auch hier kommen die Unix-top Dielenschrauben zum Einsatz. In wenigen Handgriffen lassen sich die Leisten spaltfrei auf Holzuntergrund und, dank des kleinen Linsenkopfes, optisch ansprechend verschrauben. Hierfür reiben die unterseitig angebrachten Fräsrippen den Kopf sorgfältig ein, ohne das Holz am Schraubenrand aufzuspleißen.

Autorin

Monika Andreasch arbeitet als PR-Beraterin bei der PR- und Eventagentur Ansel & Möllers in Stuttgart.

Kein Aufspalten und Lockern der Belagbretter, keine späteren Knarrgeräusche

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