Dachaufbau für Sichtdachstühle

Bei Sichtdachstühlen wird das Dämmpaket über den Sparren verlegt, damit diese von unten sichtbar bleiben können. Für eine Aufsparrendämmung mit Einblasdämmstoff empfiehlt sich ein Aufbau aus Stegträgern, abgedeckt mit Holzfaser-Unterdeckplatten.

Für einen Aufbau mit Steico-Stegträgern als Abstandhaltern auf dem Dachstuhl wird im ersten Schritt die Dampfbremse „Steico Multi Cover 5“ mit einem Sd-Wert   von 5 m vollflächig auf der Dachschalung verlegt. Die Dampfbremse ist direkt begehbar und sorgt für sicheren Halt, auch bei Nässe. Außerdem ist die Bahn regensicher und schützt die Dachschalung während der Bauphase vor der Witterung. Als Behelfsdeckung ist sie bis zu vier Wochen geeignet. Die Bahn wird parallel zur Traufe mit mindestens 10 cm Überlappung verlegt und im Überlappungsbereich mit Klammern fixiert. Sie hat zwei Selbstklebeflächen auf der Rückseite, nach dem Klammern zieht man die Schutzfolien von den Klebeflächen ab und klebt die Bahn fest.

Stegträger verschrauben

Im zweiten Schritt werden die „SteicoJoist“ Stegträger parallel zur Sparrenlage montiert. Die Stegträger sind von 160 bis 500 mm Höhe erhältlich. Die Gurte der Träger bestehen aus Furnierschichtholz, der Steg wird aus einer speziellen Hartfaserplatte gefertigt. Befestigt werden die Stegträger mit günstigen Standard-Holzbauschrauben durch den unteren Gurt im Dachsparren. Oberhalb des Rahmenwerks aus Stegträgern werden anschließend die Unterdeckplatten montiert. Geeignet dafür sind die Holzfaser-Dämmplatten „SteicoUniversal“ und „SteicoSpezial“, die beide regensicher sind. Dank speziellem Nut- und Federprofil schließen sie dicht miteinander ab und sind frei bewitterbar. Die Unterdeckplatten verschraubt man über die Konterlatten im darunterliegenden Stegträger. Für Dachneigungen über 16° sind die Platten als Behelfsdeckung geeignet und erfüllen drei Funktionen: winddichte Ebene, zweite wasserführende Ebene und zusätzliche Dämmung. Nach dem Verschrauben der Traglattung füllt man die entstandenen Gefache unter den Holzfaserplatten mit Einblasdämmstoff. Hierzu eignet sich sowohl Einblasdämmung aus Holzfasern (etwa „SteicoZell“) wie auch aus Zellulose (etwa „SteicoFloc“). Nach dem Einfüllen der Dämmung verschließt man die Löcher und verlegt die Dachdeckung.

Autor

Andreas Schulze ist Leiter der Abteilung Public Relations bei der Steico SE in Feldkirchen.

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2016-12

Zellulose-Dämmstoff mit langen Fasern

Die „SteicoFloc“-Einblasdämmung hat die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik erhalten. Der Zellulose-Dämmstoff aus Altpapier hat eine Wärmeleitfähigkeit...

mehr

Wirtschaftlich und ressourcenschonend

Stegträger als Wandständer für den Holzbau

Holz ist begehrt wie nie, Schnittholz wird knapp und immer teurer. Ressourceneffizienz ist daher das Gebot der Stunde. Das bedeutet zum einen, das geerntete Holz möglichst „bis zur letzten Faser“...

mehr
Ausgabe 2017-1-2

Für Fassaden mit vielen Fugen

Die Wandbauplatte „SteicoUniversal black“ mit schwarzer Oberfläche ist für Fassadenbekleidungen mit offenen Fugen geeignet. Die 22 mm dicke Platte ist über den gesamten Querschnitt bituminiert...

mehr
Ausgabe 2018-04

Wohnhaus in München von außen unsichtbar aufgestockt

Mehr Wohnraum, mehr Licht und ein gesundes Wohnklima: das war der Wunsch, den die Eigentümerfamilie einer Doppelhaushälfte im Münchner Norden an Andreas Vollrath und die Zimmerei Das-Bau-Team aus...

mehr
Ausgabe 2017-10-11

Mit verstärkter Armierung

Das Dampfbremsvlies von Thermofloc ist gleichzeitig Dampfbremse und Luftdichtungsbahn. Die Dampfbremse hat einen variablen Sd-Wert von 0,4 bis 100 m und wird bei Wand- und Dachkonstruktionen im...

mehr