Terrassendielen unsichtbar verschrauben

Terrassendecks sind der perfekte Ort um auszuspannen und die Sonne zu genießen. Mit bestimmten Befestigern lassen sich die Dielen von unten verschrauben. So stören an der Oberseite keine Schrauben die Optik. Wir zeigen die Schritt-für-Schritt-Montage.

Für die unsichtbare und indirekte Befestigung von Holz- und WPC-Terrassendielen ohne Nut bietet der Markt hochwertige Terrassenclipper aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Ein Beispiel hierfür sind die Clippersets von Heco. Mit ihnen ist eine formschöne Verlegung der Terrassendielen möglich, ohne das Deckholz durch Bohrungen optisch zu beeinträchtigen. Die Heco-Clippersets können für Dielenbreiten von 120 bis 150 mm eingesetzt werden und lassen sich einfach, schnell und präzise verarbeiten. Bedingt durch ihre Bauweise bieten sie drei elementare Vorteile für den Terrassenbau: unsichtbare Befestigung, Abstandhalter zwischen den Dielen und konstruktiver Holzschutz. Als Zusatzplus können die Terrassendielen dank indirekter Befestigung in jede Richtung quellen und schwinden.

Von der Idee zur Planung

Bevor die Terrassendielen verlegt werden, sind einige wichtige Vorüberlegungen mit Blick auf den Untergrund, den Unterbau und das Terrassendeck notwendig. Eine wichtige Grundlage für den Aufbau liefern die Fachregeln des Zimmerhandwerks „Balkone und Terrassen“ (1) . Darin finden sich neben einer Klassifizierung der Terrassenaufbauten nach Gebrauchsklassen auch hilfreiche Angaben zur natürlichen Dauerhaftigkeit von Vollholz nach DIN EN 350-2. Demnach empfiehlt sich sowohl Kantholz als auch Verlegematerial in Abhängigkeit von

der Lage der Terrasse, ob geschützt oder ungeschützt,
den optischen Ansprüchen und der
gewünschten Befestigungsart

zu wählen. Auch die Gestaltung der Unterkonstruktion richtet sich nach Kriterien wie Belastung und Nutzung, der Holzart und Stärke der gewählten Terrassendielen sowie nach der Beschaffenheit des Untergrunds. Ist Letzterer uneben oder feucht, sollten auch hier vorbeugende Maßnahmen wie Aufschüttung, ausreichender Nässeschutz oder der Ausgleich von Niveauunterschieden mit eingeplant werden.

Für einen soliden Unterbau werden die Kanthölzer der Unterkonstruktion ausreichend tragfähig gewählt. Darüber hinaus ist eine vorsorglich ausreichende Trocknung der Kant- und Dielenhölzer wichtig: Entspricht die Holzfeuchte der Bauteile beim Einbau bereits der am Verwendungsort zu erwartenden Ausgleichsfeuchte ist das Quellen und Schwinden je nach Holzart eher unbedenklich. Bei der Planung des Unterbaus spielt neben dem Gewicht der gewählten Terrassendielen und der Eigenlast der Kanthölzer vor allem die Nutzung der Terrasse eine Rolle. Sind höhere Lasten zu erwarten, sollte der Unterbau enger ausgelegt werden. Dasselbe gilt bei Terrassendielen der Dauerhaftigkeitsklasse 3 oder 4 oder für Holzarten mit höherem Quell- und Schwindverhalten.

Auch die notwendige Anzahl der Clipper kann bereits im Vorfeld bestimmt werden. Als Planungshilfe gibt Heco beispielsweise den Richtwert von etwa 15 Terrassenclippern pro m² an. Bei einer Dielenbreite von 14 cm – verlegt mit einer 5 mm breiten Fuge – werden sieben Bretter für einen Meter in der Breite benötigt. Bei Annahme von 50 cm Abstand zwischen zwei Unterkonstruktionshölzern sind zwei Clipper auf einen Meter Brettlänge erforderlich. Zwei Clipper pro Brett mal sieben Bretter nebeneinander ergeben demnach einen Bedarf von 14 Clippern pro m² verlegter Terrasse. Verändern sich Brettbreite oder Abstand der Unterkonstruktion, so variiert die Anzahl der benötigten Clipper entsprechend.

Vorbereitung von Untergrund und Unterbau

Falls erforderlich, erfolgt beim Bau einer Holzterrasse zunächst die sachgemäße Vorbereitung des Untergrundes. Zum Schutz vor Feuchtigkeit werden die Kanthölzer nicht direkt auf den Untergrund gelegt, sondern mit Terrassenpads aus atmungsaktivem Gummigranulat punktuell unterlegt. Dies gewährleistet, dass Wasser auch bei unter der Terrasse angefallenem Schmutz ungehemmt abfließen kann.

Das unter dem Unterbau liegende Terrain bestimmt, ob ein Ausgleich notwendig ist. Bei größerem Gefälle kann mithilfe von Justierfüßen die Unterkonstruktion nivelliert werden. Hierfür stehen am Markt verschiedene Größen zur Verfügung. Es empfehlen sich Verstellfüße aus Kunststoff, die sich stufenlos einstellen lassen und größere Höhenunterschiede ausgleichen können. Die Nivellierung richtet sich nach dem höchsten Punkt des Untergrunds und die Konstruktion wird von dort ausgehend ausgeglichen. Sind Untergrund und Unterkonstruktion planmäßig ausgeführt, erfolgt nun die Verlegung der Terrassendielen mit Heco-Clippern. Wie genau, zeigt Ihnen die Bilderserie auf dieser Doppelseite.

Autorin
Monika Andreasch ist PR-Beraterin bei Ansel & Möllers aus Stuttgart und betreut das Unternehmen Heco bei der Pressearbeit.
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