2021: Sieben Prozent mehr Dachdeckerauszubildende als im Vorjahr

Genau 7715 Auszubildende gab es im Februar 2021 im Dachdeckerhandwerk, über alle drei Lehrjahre hinweg. Im Jahr zuvor waren es mit 7228 Auszubildenden etwas weniger. „Das ist ein deutlicher Zuwachs von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Rolf Fuhrmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), „wir haben also 2021 fast 500 junge Menschen dazu gewonnen. Und dies in dem schwierigen Pandemiejahr, wo Messebesuche oder Aktionen in Schulen ja größtenteils ausgefallen sind“, so Fuhrmann weiter.

Eine mögliche Erklärung für die steigende Zahl an Auszubildenden trotz großer Konkurrenz auf dem Nachwuchsmarkt könnte sein, dass im Dachdeckerhandwerk in Pandemiezeiten fast uneingeschränkt weitergearbeitet werden konnte.

Steigender Anteil weiblicher Auszubildender

Eine weitere positive Entwicklung ist laut ZVDH der ebenfalls steigende Anteil von weiblichen Auszubildenden im Dachdeckerhandwerk: 2020 entschieden sich 147 junge Frauen für eine Dachdeckerlehre, 2021 sind es laut ZVDH mit 166 sogar etwas mehr.

Allerdings liegt der Anteil von Frauen in der Dachdeckerausbildung bei immer noch sehr geringen zwei Prozent (Stand 2021).

Insgesamt dürfe man in den Bemühungen um den Nachwuchs nicht nachlassen, so Fuhrmann weiter, denn trotz positiver Zahlen herrsche noch immer ein Nachwuchs- und Fachkräftemangel im Dachdeckerhandwerk.

2022 sind die Ausbildungszahlen im Dachdeckerhandwerk weiter gestiegen, mehr darüber erfahren Sie hier.

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