Soudal zeigt stabile Geschäftsentwicklung

Seit Jahren wächst der Kleb- und Dichtstoffhersteller Soudal kontinuierlich. Eine Entwicklung, die trotz der in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) stagnierenden Baukonjunktur weiter anhält. Mit einem Gesamtumsatz vom 115 Mio. Euro hat Soudal in der DACH-Region 2022 das bisher beste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt und sich gegenüber dem Vorjahr nochmals um 16 Prozent gesteigert. Auch im Geschäftsjahr 2023 erweist sich das Deutschlandgeschäft von Soudal mit einem voraussichtlichen Wachstum beim Absatz von 5 Prozent als krisenstabil. Nachdem es in diesem Jahr erstmals keine Materialengpässe und damit verbundene Preissteigerungen mehr gab, konnten die Preise in einigen Materialgruppen bereits zurückgeführt werden.

Das neue Soudal-Zentrallager in Leverkusen: Mit 5000 m² ist das moderne Hochregallager mehr als doppelt so groß wie das bisherige Lager
Foto: Soudal

Das neue Soudal-Zentrallager in Leverkusen: Mit 5000 m² ist das moderne Hochregallager mehr als doppelt so groß wie das bisherige Lager
Foto: Soudal
Einen besonderen Fokus legt der Hersteller Soudal nach eigenen Angaben auf den Ausbau der Märkte in Österreich und der Schweiz. Diese Märkte bieten nach Ansicht von Harald Lüdtke, Geschäftsführer von Soudal Deutschland und Regional Director Central Europe, noch ein hohes Wachstumspotenzial. In Österreich hat Soudal bereits seit 20 Jahren eine eigene Niederlassung und Lagerstätte und erzielte im vergangenen Jahr dort einen Umsatz von 12,5 Mio. Euro. Der Schweizer Markt wurde bisher nur sporadisch von Deutschland aus betreut. Nun will das Unternehmen 2023 auch in der Schweiz eine eigene Niederlassung gründen. Bis die Verwaltungs- und Logistikstrukturen in der Alpenrepublik aufgebaut sind, wird der Markt vom Standort in Leverkusen gesteuert.

Um den Markt insgesamt noch besser zu bedienen, hat Soudal die Mitarbeiterzahl in allen Bereichen deutlich erhöht – vom Vertrieb über Marketing, Innendienst und Logistik bis hin zur Anwendungstechnik und dem internen Service. Aktuell beschäftigt Soudal in Deutschland 90 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, das sind rund 20 Prozent mehr als in 2019. Die Aufstockung des Personalbestands sowie die Erhöhung der Lager- und Vertriebskapazitäten erforderten eine Erweiterung des Standorts Leverkusen, die derzeit umgesetzt wird. Eine neue Lagerhalle mit etwa 3500 zusätzlichen Stellplätzen wurde im Sommer 2023 feierlich eingeweiht und ist bereits in Betrieb. Der Umbau des Büro- und Verwaltungstraktes erfolgen im Laufe des Jahres 2024. Insgesamt investiert Soudal in den Ausbau des Standorts in Leverkusen rund 6,5 Mio. Euro.

Breites Spektrum als Erfolgsrezept

Die insgesamt krisenstabile Geschäftsentwicklung des Unternehmens führt Harald Lüdtke auf mehrere Faktoren zurück: „Natürlich sind wir, wie alle anderen Baustoffproduzenten auch, von Konjunktureinbrüchen betroffen. Aber mit dem breiten Spektrum und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unserer Produkte können wir flexibel auf alle Marktschwankungen reagieren und Einbrüche in einem Segment mit Zuwächsen in anderen Bereichen ausgleichen. Wenn wie derzeit die Nachfrage im Neubau zurückgeht, können wir z.B. mit unseren Produkten im Sanierungsmarkt punkten.“ Von der Deutschlandzentrale in Leverkusen aus bedient der Vollsortimenter den Baustoff-Fachhandel für Profiverarbeiter und -verarbeiterinnen, den Do-it-yourself-Fachhandel sowie Großabnehmer im Bereich Industrie & Transport.

Industriegeschäft neu aufgestellt

Harald Lüdtke, Geschäftsführer von Soudal in Deutschland und Regional Director Central Europe Harald Lüdtke, Geschäftsführer von Soudal in Deutschland und Regional Director Central Europe
Foto: Soudal

Harald Lüdtke, Geschäftsführer von Soudal in Deutschland und Regional Director Central Europe
Foto: Soudal
Die größten, prozentualen Wachstumsraten hat Soudal 2022 wieder im Industriesegment erzielen können. Hier zeigt sich deutlich, wie das breite Produktspektrum mit einem Kundenmix aus den unterschiedlichsten Industriezweigen zur konstanten Geschäftsentwicklung beiträgt: von der Möbelindustrie über den Modul- und Fertighausbau, der Isolierglasproduktion bis hin zum Truck- und Transportbereich.

Seinen internationalen Wachstumskurs hat Soudal immer auch durch Unternehmenszukäufe unterstützt und sich dadurch neue Kompetenzfelder und Technologien erschlossen. Durch die in 2015 erfolgte Übernahme des lettischen Zulieferers Tenachem hat sich Soudal Know-how und Technologien für die Isolierglasproduktion ins Haus geholt und sich seitdem mit einer breiten Produktpalette als Komplettanbieter rund um den Fensterbau positioniert. Insgesamt trägt das Industriegeschäft von Soudal rund zwölf Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Baumarkt- und Profigeschäft stabil

Im Baumarktgeschäft erlebt Soudal nach den drei umsatzstarken Ausnahmejahren 2020 bis 2022 mit zweistelligen Wachstumsraten im laufenden Geschäftsjahr einen Wachstumsstopp. So haben die Baumarktketten in den Monaten April bis Juni deutlich weniger Neubestellungen getätigt, um ihre Lagerbestände abzubauen. Ab dem dritten Quartal hat sich aber die Nachfrage insbesondere nach den Energiesparlösungen von Soudal wieder deutlich erhöht, sodass im DIY-Segment mit einem Ergebnis leicht über Vorjahresniveau gerechnet werden kann.

Nach einem schwierigen Jahr 2021 hat sich das Profigeschäft in 2022 extrem gut entwickelt und es konnten in den vier Kompetenzbereichen Dach, Fenster, Innenausbau und Fliesen deutlich zweistellige Wachstumsraten erzielt werden. Innerhalb der vier Kompetenzfelder im Profisegment ist der Bereich Bauelemente / Fenster prozentual am stärksten gewachsen. Im aktuellen Geschäftsjahr bewegt sich das Geschäft trotz des massiven Konjunktureinbruchs im Wohnungsbau ebenfalls auf Vorjahresniveau. Hierzu trägt auch das Online-Geschäft bei.

Vielseitige Ressourcenschonung

Nachhaltigkeit ist für Soudal ein wichtiges Zukunftsthema. Das Unternehmen verfolgt seit vielen Jahren eine nachhaltige Strategie in den drei Bereichen Energie, Verpackung und Material. Um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, betreibt das Unternehmen seine Werke teilweise bereits durch Windkraft und Photovoltaik mit regenerativen Energien und setzt bei seinen Verpackungen auf recycelte Materialien wie Post-Consumer-Rezyklat (PCR). Das Sortiment wird sukzessive auf kreislauffähige Verpackungen umgestellt. Um zu einer höheren Recyclingquote beizutragen, bietet Soudal als Mitbegründer des Recyclingunternehmens PDR (Produkte durch Recycling) schon seit drei Jahrzehnten ein Rücknahmesystem für leere PU-Schaumdosen an. Darüber hinaus ist der Bauchemie-Hersteller seit 2022 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), einige Produkte sind bereits im DGNB-Navigator gelistet.

Weitere Informationen über Soudal finden Sie hier: www.soudal.de/pro



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