Robinie ist Baum des Jahres 2020

Der Baum des Jahres 2020 ist die Robinie, die im anstehenden Waldumbau eine wichtige Rolle spielen und bei der Aufforstung helfen könnte. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, wurde sie seit über 200 Jahren überall in Europa in Parks und Gärten gepflanzt und ist längst auch wild verbreitet. In deutschen Wäldern kommt sie auf insgesamt 42 000 Hektar vor, das entspricht allerdings nur einem  Flächenanteil von unter einem Prozent. Gegen Trockenheit und die Folgen des Klimawandels sind Robinien gut gerüstet. Die Wurzeln der Robinie gehen eine Symbiose mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien ein. Diese können molekularen Stickstoff aus der Luft als „Dünger” nutzen. Zum anderen ist die Robinie durch ihre geringen Ansprüche an die Wasserversorgung in der Lage, arme, trockene Standorte zu besiedeln. Daher findet man sie neben ihrer Besiedlung in Wäldern auch auf Brachflächen und entlang von Bahndämmen. Das zähe Holz der Robinie ist sehr witterungsbeständig und im Außenbereich eine Alternative zu Tropenhölzern. Es wird für den Bau von Brücken, Spielplatzgeräten und Terrassenmöbeln genutzt. Mehr Informationen finden Sie unter www.baum-des-jahres.de .

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