Flachdach nach Hagelschaden saniert

Das Flachdach eines Gebäudes der Gebr. Lotter KG in Ludwigsburg musste nach einem schweren Hagelschaden umfassend saniert werden. Dabei kam die Kunststoffabdichtungsbahn „Sarnafil AT-20“ von Sika zum Einsatz. Mit ihrer Hybridtechnologie bietet sie gerade bei extremen Wetterereignissen langfristigen Schutz.

Das Dach des Firmengebäudes der Gebr. Lotter KG in Ludwigsburg musste wegen eines Hagelschadens saniert werden
Foto: Sika Deutschland CH AG & Co KG

Das Dach des Firmengebäudes der Gebr. Lotter KG in Ludwigsburg musste wegen eines Hagelschadens saniert werden
Foto: Sika Deutschland CH AG & Co KG
Durch ein starkes Unwetter kam es auf dem Flachdach eines Verwaltungs- und Logistikgebäudes der Gebr. Lotter KG in Ludwigsburg zu massiven Undichtigkeiten und einer durchnässten Wärmedämmung. „Das gesamte Dach musste abgetragen werden, inklusive der alten Dämmung – es war nichts mehr zu retten“, erinnert sich Claus Schurr, Gebietsleiter Technik und Verkauf Roofing für die Region Süd bei Sika. Auch die großflächige Photovoltaikanlage musste abgebaut und später wieder aufgeständert werden. Um bei Tagesende eine dichte Oberfläche des Dachaufbaus sicherzustellen, erfolgte die Sanierung abschnittsweise.

Sicherheit bei jedem Wetter

Der Dachaufbau wurde abschnittsweise entfernt und anschließend direkt abgedichtet, um sicherzustellen, dass jeder Dachabschnitt am Ende des Tages dicht war
Foto: Rolf Wied GmbH

Der Dachaufbau wurde abschnittsweise entfernt und anschließend direkt abgedichtet, um sicherzustellen, dass jeder Dachabschnitt am Ende des Tages dicht war
Foto: Rolf Wied GmbH
Für die neue Abdichtung des Daches setzte die Rolf Wied GmbH, ein „Sarnafil“-Verarbeitungsbetrieb, zum ­ersten Mal auf die FPO-Bahn „Sarnafil AT-20“. Angesichts des Baubeginns im Dezember brachten die Verarbeitenden als ersten Schritt die selbstklebende Dampfsperrbahn „Sikavap 5000 E SK AL“ auf, um das Gebäude rasch witterungsfest zu machen. Anschließend dichteten sie insgesamt 10 000 m² Dachfläche mit „Sarnafil AT-20“ ab. Die FPO-Bahn verfügt über eine hohe mechanische Widerstandsfähigkeit und eine Hagelschlagresistenz von ≥ 42 m/s. Diese Leistung verdankt sie ihrer patentierten Hybridtechnologie auf Basis flexibler Polyolefine (FPO), die sie flexibel und belastbar macht. Gerade bei extremen Wetterereignissen wie Hagel oder Starkregen bietet sie damit langfristigen Schutz – das ist besonders im Hinblick auf den vorangegangenen Hagelschaden auf dem Dach in Ludwigsburg wichtig.

Das große Temperaturschweißfenster der „Sarnafil AT“-Dachabdichtungsbahnen war bei der Verlegung unter winterlichen Bedingungen hilfreich
Foto: Sika Deutschland CH AG & Co KG

Das große Temperaturschweißfenster der „Sarnafil AT“-Dachabdichtungsbahnen war bei der Verlegung unter winterlichen Bedingungen hilfreich
Foto: Sika Deutschland CH AG & Co KG
Die Dachbahn „Sarnafil AT“ erwies sich gerade für die kalte Jahreszeit als gute Lösung. Oliver Garzareck, Vorarbeiter der Rolf Wied GmbH, berichtet: „Die Bahn bleibt selbst bei niedrigen Temperaturen flexibel und ist dadurch besonders gut zu verarbeiten.“ Auch das große Temperaturschweißfenster der Bahn erleichtert die Verlegung unter winterlichen Bedingungen. Da die Firma Wied erstmals „Sarnafil AT“ verarbeitete, begleitete Sika-Anwendungstechniker Paul Frengele das Team. Nachhaltigkeit spielte in der gesamten Projektplanung eine entscheidende Rolle, unter anderem durch die bewusste Auswahl zertifizierter Materialien und durch energieeffiziente Gebäudetechnik. Ein zentrales Kriterium war dabei auch die „Cradle to Cradle“-Zertifizierung der „Sarnafil AT“-Dachbahn.

Durchdringungsfreies Geländersystem

Für zusätzliche Sicherheit auf dem Flachdach sorgt das durchdringungsfreie, auflastgehaltene Geländer­system „Barrial“
Foto: Sika Deutschland CH AG & Co KG

Für zusätzliche Sicherheit auf dem Flachdach sorgt das durchdringungsfreie, auflastgehaltene Geländer­system „Barrial“
Foto: Sika Deutschland CH AG & Co KG
Neben der Dachabdichtung spielte auch die Absturzsicherung bei diesem Projekt eine wichtige Rolle. Aufgrund der regelmäßigen Wartung und Pflege der Photovoltaikanlage und dem damit verbundenen Personenverkehr auf dem Dach sollte eine wartungsarme Lösung die Einzelanschlagspunkte ersetzen. Sika arbeitet in diesem Bereich eng mit Dani Alu zusammen, einem Spezialisten für Absturzsicherungen. Um die Sicherheit sowohl für eigene Mitarbeitende als auch für Fremdfirmen dauerhaft zu gewährleisten, entschied sich die Gebr. Lotter KG für einen permanenten Kollektivschutz. Insgesamt wurde auf 550 laufenden Metern das durchdringungsfreie, auflastgehaltene Aluminiumgeländersystem „Barrial“ installiert.

Autorin

Marion Dietrich ist Leiterin Marketing Roofing bei der Sika Deutschland CH AG & Co KG.

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