Akku-Werkzeuge für das Dachdeckerhandwerk im Praxistest

Das mittelständische Unternehmen Lang Bedachungen setzt auf moderne Akku-Werkzeuge, auch bei einem aktuellen Großprojekt. Bessere Ergonomie, weniger Vibrationen und mehr Flexibilität  sind entscheidende Kriterien der Dach-Profis bei der Geräteauswahl.

4100 m² Dachfläche, 74 Gauben, Eindeckung mit Moselschiefer – mit der Sanierung der Dachflächen des Stadtschlosses Fulda steht ein beeindruckendes Großprojekt in den Auftragsbüchern des Handwerksunternehmens Lang Bedachungen aus Großenlüder in Hessen.

Die mittelständische Firma mit momentan 28 Mitarbeitern bietet neben spektakulären Vorzeigeobjekten aber auch alle anderen Dienstleistungen rund um Dach und Fassade an – „Brot und Butter“ nennt Geschäftsführer Christian Möller die klassischen Arbeiten wie Dachsanierungen, Aufstockungen, Abdichtungen oder die Montage von Photovoltaikanlagen: „Wir haben vom 5000 m² Fabrikdach bis zur Sanierung eines Balkons an einem Einfamilienhaus alles im Portfolio und damit eine gute Mischung für alle Zeiten.“ Die Kunden profitieren dabei vom Alles-aus-einer-Hand-Service, den Lang im Zusammenspiel mit Architekten, Zimmereibetrieben, Gerüstbauern und Handwerksbetrieben aus anderen Gewerken anbietet.

Akku steht Kabelversion in nichts nach

Bei den handgeführten Elektrowerkzeugen hat sich das Unternehmen für die Marke DeWalt entschieden. „Wir haben schon vor langer Zeit immer mit Elu-Maschinen gearbeitet“, so Möller. „Und als aus Elu die Marke DeWalt geworden ist, haben wir den Wandel und diesen Schritt mitgemacht.“ Inzwischen sind fast alle der 45 Maschinen akkubetrieben, denn die, sagt Möller, seien in der Leistung inzwischen genau so stark wie Kabelgeräte, „aber viel flexibler und bei Arbeiten auf dem Dach auch viel sicherer, als wenn man immer auf ein Kabel achten muss.“ Ein weiteres Argument für die gelb-schwarzen Kabellosen ergibt sich für den gelernten Dachdeckermeister Möller aus dem jetzt schon spürbaren demografischen Wandel. Es sei bereits schwerer, jüngere Fachkräfte zu bekommen, deshalb seien auch mehr ältere Mitarbeiter beschäftigt: „Und die profitieren ganz besonders von den vielen ergonomischen Verbesserungen bei den Maschinen, die kompakter, oft leichter und komfortabler handhabbar sind als früher und viel weniger Vibrationen erzeugen. Damit gehen auch Arbeiten, die wir wegen der besonderen Situation auf dem Dach oft in sehr merkwürdigen Körperpositionen oder Überkopf ausführen müssen, viel besser von der Hand.“

Austauschbare Akkus

Jede der acht Kolonnen der Bedachungsfirma ist mit Akku-Schraubern, -Schlagbohrern, -Säbel-, -Stich- und -Handkreissägen des gleichen Akku-Systems ausgerüstet. Der Vorteil: Alle Akkus einer Voltklasse passen in alle Maschinen dieser Klasse, sind also untereinander austauschbar. „So etwas ist für uns als Anwender einfach toll, denn wir können uns darauf verlassen, dass wir stets passende Akkus zum Wechseln dabei haben“, sagt Christian Möller. Besonders angetan hat es ihm das XR-System mit seinen Lithium-Ionen-Akkus, die dank höherer Kapazität längere Arbeitsintervalle ermöglichen.

Herausforderungen gemeistert

Die Sanierung des Stadtschlosses in Fulda war wegen der Größe eine ganz besondere Herausforderung für Mensch und Maschine. In zwei Bauabschnitten wurden die Dachflächen des barocken Prachtbaus saniert: Im ersten Bauabschnitt erhielten die 2300 m² des Mittelbaus eine neue Eindeckung mit Moselschiefer, im zweiten Bauabschnitt die 1800 m² des südwestlichen Ehrenhofes. Mit den Arbeiten wurde im März 2012 begonnen, derzeit wird die Sanierung abgeschlossen. „Allein von den Dimensionen her ist und war das schon ein außergewöhnliches Projekt“, aber unsere Mitarbeiter haben das bravourös gemeistert“, sagt Möller. Dazu habe auch der Maschinenpark beigetragen. Die positive Beurteilung des Chefs wird von den Mitarbeitern vor Ort, also auf dem Schlossdach, geteilt. Sie schätzen vor allem, dass die Maschinen äußerst kompakt und ausbalanciert sind und daher sehr gut in der Hand liegen. „Mit denen kann ich hier auch den ganzen Tag arbeiten, ohne dass mir anschließend alles weh tut“, bestätigt Dachdecker Christian Krönung. „Sehr gut finde ich auch, dass wir die Werkzeuge, bevor sie gekauft werden, ausgiebig testen können. Dazu kommt der Vorführwagen des Herstellers zu uns auf die Baustelle, und dann können wir gleich richtig loslegen“, ergänzt Dachdecker Marcus Krämer.

Für Christian Möller ist das Fazit eindeutig positiv, denn die Maschinen haben den Chef des Dachdeckerunternehmens mit ihrer Leistung überzeugt. Auch von der Akkulaufzeit war Möller angetan. „Der Akku hält – bei normaler Belastung – einen ganzen Tag, und falls nicht, ist er auch schnell wieder aufgeladen.“ Nur eine Stunde braucht man dazu – diese Flexibilität weiß der Dachdecker zu schätzen.

Autorin

Sabine Schumann ist freie Journalistin aus Frankfurt am Main. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der Elektro- und Handwerkzeuge, Maschinenelemente und Investitionsgüter.

Die Maschinenergonomie wurde deutlich verbessert

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