Statische Berechnung mit 2500 Stäben

Der wahrscheinlich höchste Holzaussichtsturm der Welt wurde im Juni 2013 im österreichischen Klagenfurt am Wör­­thersee eröffnet. Inklusive der Spitze ist der Turm 100 m hoch (siehe hierzu auch den ausführlichen Artikel in der dach+holzbau 8/2013). Er besitzt eine geschlossene und drei freie begehbare Aussichtsplattformen, die einen atemberaubenden Blick über den Alpe Adria Raum und die Seenlandschaft Kärntens bieten.

Wer die Statik-Programme auf Herz und Nieren prüfen möchte, kann sich auf www.dlubal.de/downloads.aspx Testversionen herunterladen. Diese beinhalten sämtliche Zusatzmodule und sind 30 Tage voll lauffähig.

Konstruktion des Turms

Bei der Konstruktion des Aussichtsturms handelt es sich um ein „räumliches Fachwerk“. Ein wesentlicher Bestandteil des Haupttragwerks sind die 16 gekrümmten Lärchenholzstützen mit einem Querschnitt 32/144 cm. Diese sind durch zehn elliptische Stahlringe mit einem Kastenquerschnitt 440/160 miteinander verbunden. Der vertikale Abstand der Ringe beträgt 6,4 m. Das dritte Tragelement der Turmkonstruktion bilden acht Diagonalstränge aus Stahlrohren. Diese verlaufen vom Fußpunkt bis zur Spitze.

Die Lasten der oberen Turmebenen und des Turmkopfes werden in die Ebene acht abgeleitet. Dazu sind in dieser Ebene zwei unterspannte Binder angeordnet, welche diese Lasten aufnehmen und in die Stützen abtragen. Zwischen den Ebenen acht und neun befindet sich die „Skybox“, ein geschlossenes, windgeschütztes Bauteil. Darüber befinden sich die offenen Aussichtsplattformen.

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