- Kongress
4. Süddeutscher Holzbau Kongress
Aktuell beschäftigen die Holzbaubranche vor allem die Folgen der wirtschaftlichen Verwerfungen für den Holzbau, die eine unkalkulierbare US-Politik, ein andauernder Krieg im Osten Europas und ein neuer Golf-Krieg, Abschottungen von Märkten und verschärfte Verteilungskämpfe um die Ressourcen der Welt ausgelöst haben. Die Beendigung der bayerischen Holzbauförderung (BayFHolz) zum Jahresende 2026 kann man negativ werten, aber auch positiv sehen: Braucht Holzbau noch staatliche Förderung? Auf jeden Fall ist das Förderende ein Thema, um das es beim Süddeutschen Holzbau Kongress auch gehen wird. Die Tagung in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs bedeutet für Holzbau-Interessierte aus der Region verkürzte Wege, um an aktuelle Informationen über den nachhaltigen Baustoff zu kommen und mit Branchenexperten persönlich in Kontakt zu treten.
Angesichts der aktuell schwer vorhersehbaren weiteren Entwicklung des Holzbaus hat sich Forum Holzbau dazu entschlossen, den in den letzten Jahren bewährten Mix an Themen fortzuführen. Im Verlauf des ersten Kongresstages geht es am Vormittag im Strang A darum, wie sich Geschossbauten wirtschaftlich herstellen lassen: durch serielle Bauteile mit Typengenehmigung, durch Skalierung und einfache(re)s Bauen. Im Nachmittagsblock geht es im Themenstrang A um Zimmermannsverbindungen und um Holzgeschossbau in Kombination mit Stroh und Lehm. Im Strang B werden zunächst die Vorzüge dreier unterschiedlicher Holzdeckensysteme präsentiert. Anschließend werden die Verwendungsmöglichkeiten von Gebrauchtholz und die dabei mögliche Wertschöpfung beleuchtet. Im gemeinsamen Abschlussblock am späten Nachmittag werden bis zum Abendessen vier Vorzeigeprojekte aus Süddeutschland vorgestellt.
Am 2. Kongresstag sind die Holzbau-Themen bereits ab dem Beginn um 9 Uhr bis zur späten Mittagspause auf zwei parallele Stränge A und B verteilt. In den A-Blöcken werden Projekte der Nachverdichtung und Transformation von Quartieren vorgestellt, außerdem Aufstockungsprojekte unter Verwendung gebrauchter Bauteile. In den beiden B-Blöcken geht es um die Muster-Holzbaurichtlinie und den Wärme- bzw. Schallschutz im modernen Holzbau. Der Abschlussblock am Nachmittag steht im Zeichen des Modulbaus. In vier Vorträgen werden herausragende Projekte des seriellen und kreislauffähigen Bauens mit flächigen Elementen und Raumzellen präsentiert.
In der kongressbegleitenden Fachausstellung haben 45 Firmen einen Standplatz gebucht. Forum Holzbau rechnet mit etwa 400 Teilnehmenden.
Weitere Informationen, das Tagungsprogramm sowie die Anmeldung finden Sie unter events.forum-holzbau.com/SHK
