Individuelle Lösung für geneigte Fassade
Brandsichere Holzoptik mit „Rockpanel Woods“ für Neubau in MechelenDie Wohnsiedlung Auweghem, die auf einem ehemaligen Gewerbeareal in der belgischen Stadt Mechelen entstand, ist ein gelungenes Beispiel für die Schaffung neuen Wohnraums. Besonders anspruchsvoll war die Planung der Gebäudehülle für das markante Eckhaus der Siedlung mit geneigten Fassadenflächen.
Das neue Wohnquartier Auweghem im belgischen Mechelen umfasst 17 Einfamilienhäuser und 25 Wohnungen. Allen Gebäuden gemeinsam ist eine Gebäudeform, die an eine historische Windmühle erinnern soll, die früher an diesem Ort stand und ihre Arbeit verrichtete. Einen besonderen Blickfang bildet das markante Eckhaus der Bebauung namens „Hooghmolen“ mit fünf Geschossen und teils schräg geneigten Fassadenflächen, das höher als die umliegenden Gebäude ist.
Die Wohnsiedlung Auweghem entstand am Rande der belgischen Stadt Mechelen auf einem ehemaligen Gewerbeareal
Foto: COGIVA
Neuer Wohnraum in Stadtrandlage
Für David Driesen, Geschäftsführer des ausführenden Architekturbüros dmvA Architects, steht das neue Wohnviertel Auweghem stellvertretend für den Wandel der Stadtrandgebiete von Mechelen: „Der Battelsesteenweg, einst eine Industriestraße, erhält durch dieses Projekt eine neue Dynamik. Wo früher eine Windmühle die Landschaft prägte, entstand ein Wohngebiet, das die wachsende Nachfrage nach Wohnraum in Mechelen bedient.“ Die besonderen Dachformen der Neubauten und ihre teils geneigten Fassaden setzen dabei bewusste Akzente in der neuen Wohnsiedlung.
Witterungsbeständige Fassadentafeln
Die Fassade wurde mit einer Kombination aus „Rockpanel“-Platten in Holzoptik und Zinkblechen verkleidet
Foto: Rockpanel
Die teilweise geneigte Fassade des Eckgebäudes „Hooghmolen“ wurde mit einer Kombination aus Zinkblechen und „Rockpanel“-Platten in Holzoptik verkleidet. Die Entscheidung der Architekten für die „Rockpanel“-Platten fiel dabei aus ästhetischen und technischen Gründen. „Die Form des Gebäudes brachte komplexe Herausforderungen im Bezug auf die Wasserdichtigkeit und den Brandschutz mit sich“, sagt Driesen. In Kombination mit dem Werkstoff Zink boten die „Rockpanel“-Fassadentafeln eine geeignete Lösung, da sie kein Wasser aufnehmen und ihre Oberfläche Regenwasser schnell ableitet. Die Platten sind außerdem UV- und witterungsbeständig sowie nichtbrennbar. An dem Eckhaus in Mechelen kamen die Fassadenplatten im Design „Woods Erle“ zum Einsatz. Dank ihrer glatten Oberfläche sind die Platten von Verschmutzungen leicht zu reinigen. Einzelne Tafeln können im Falle einer Beschädigung einfach ausgetauscht werden.
Brandsichere Lösung für die Fassade
In Mechelen kamen die Fassadenplatten im Design „Woods Erle“ zum Einsatz. Dank ihrer glatten Oberfläche sind die Tafeln von Verschmutzungen leicht zu reinigen
Foto: Rockpanel
Hinsichtlich des Brandschutzes bei dem Neubau des Eckhauses „Hooghmolen“ erklärt Luc Boven, Projektleiter des bauausführenden Unternehmens Hooyberghs: „Die Baugenehmigung sah zunächst eine Holzverkleidung sowohl an der Fassade als auch für das Steildach vor, das eher als eine geneigte Fassade zu betrachten ist. Allerdings erwies sich die Holzfassade als nicht kompatibel mit einer Aluminium- oder Zinkverkleidung.“ Aus früheren Projekten wusste Luc Boven, dass das Material „Rockpanel“ sehr gute Brandschutzeigenschaften bietet und als nichtbrennbar gilt. Mit der Oberfläche „Woods“ bieten die Fassadenplatten eine Holz-Optik und stellen zugleich eine brandsichere Lösung für die Fassade dar. „Das Ergebnis ist eine Fassade, die alle Brandschutznormen erfüllt. Darüber hinaus bietet das Material Flexibilität und ästhetische Möglichkeiten, die über andere Fassadenplatten hinausgehen“, erklärt Boven.
Durchdachte Konstruktion dank fachkundiger Beratung
Die geneigte Fassade des Gebäudes in Mechelen stellte das Bauunternehmen vor besondere Herausforderungen, wie Luc Boven erklärt: „Mit einer Neigung von 70 bis 75 Grad in den oberen Geschossen handelt es sich nicht um eine herkömmliche Fassade, sondern eher um ein steil geneigtes Dach. Deshalb mussten wir besonders auf das Eindringen von Wasser und die Abdichtung achten. Für die Befestigung der Fassadenverkleidung haben wir Haken genutzt, wie sie auch für Sonnenkollektoren verwendet werden, was eine wasserdichte Ausführung garantieren soll.“
Die Außenwandkonstruktion des Hauses „Hooghmolen“ basiert auf Holzständern, auf die nacheinander OSB- und Faserzementplatten sowie eine EPDM-Abdichtung aufgebracht wurden. An dieser Konstruktion wurden die Fassadenplatten mit speziellen Haken befestigt
Foto: Rockpanel
Die Konstruktion wurde in enger Zusammenarbeit mit Experten der Firmen Promat und Secufire entwickelt. Die Unterkonstruktion der geneigten Fassade besteht aus Sparren mit einer Mineralwolldämmung in den Zwischenräumen, auf die nacheinander OSB- und Faserzementplatten und eine EPDM-Abdichtung aufgebracht wurden. Darauf wurden die Haken für die Fassadenplatten befestigt. Die Unterstützung durch die Experten des Herstellers Rockpanel sei wichtig für die Planung und Umsetzung der technisch komplexen Fassadenkonstruktion gewesen, meint Luc Boven im Rückblick.
Inspirierendes Beispiel für zukünftige Projekte
Insgesamt umfasst das neue Quartier in Mechelen 17 Einfamilienhäuser und 25 Wohnungen. Allen Gebäuden gemeinsam sind die teilweise geneigten Fassadenflächen und ein Flachdach als oberer Abschluss
Foto: COGIVA
Das Projekt Auweghem in Mechelen kann als Inspiration und Vorbild für Architekt:innen und Bauunternehmen dienen, die nach einer sicheren Lösung für steil geneigte Dach- und Fassadenflächen suchen. Luc Boven empfiehlt allerdings, die Befestigung aller Bekleidungsmaterialien schon in der frühen Planung detailliert zu prüfen: „Die Berechnung der Verankerung im Voraus verhindert Überraschungen und macht den Prozess effizienter. Für uns war dieses Projekt eine besonders spannende Herausforderung, und mit diesem schönen Ergebnis können wir nun anderen zeigen, was möglich ist.“ Außerdem hat er eine Anregung, wie Projekte dieser Art künftig noch sicherer und einfacher ablaufen könnten: „Wenn in Zukunft spezielle Verankerungssysteme für diese Art von Anwendung entwickelt werden, wäre die Umsetzung sicher noch einfacher.“
Autor
Holger Klomp ist Marketing Communications Manager bei der Firma Rockpanel (Rockwool B.V.).
