Effiziente Prozesse
Die Dachdeckerei & Zimmerei Meier aus Lengede deckt mit ihrem Team aus 30 Mitarbeitenden Steil- und Flachdacharbeiten, PV-Installationen sowie den Neubau von Dachstühlen und Carports ab. Dabei setzt der Betrieb von der Auftragsakquise bis zur Baustellenplanung auf effiziente Prozesse.
Torben Meier kommt dieses Jahr aus dem Feiern nicht mehr heraus: Fünfzigster Geburtstag hinter sich, 75 Jahre Dachdeckerei-Zimmerei Meier vor sich und dazwischen bei der „Dachkrone 2026“ mit dem dritten Platz in der Sonderkategorie ausgezeichnet. Der Dachdecker- und Zimmerermeister führt den Familienbetrieb im niedersächsischen Lengede in dritter Generation.
Torben Meier ist Geschäftsführer der Dachdeckerei-Zimmerei Meier und setzt von der Angebotserstellung bis hin zur Baustellenplanung auf effiziente Prozesse
Foto: DZ Meier
Nach den erfolgreich absolvierten Meisterprüfungen im Dachdecker- und Zimmererhandwerk erkannte Torben Meier, dass sein Platz nicht auf dem Dach, sondern im Büro sein würde, um zu wachsen. Nachdem er neun Jahre lang seinen eigenen Betrieb geführt hatte, entschied er sich 2012, seine Firma mit dem Dachdeckerunternehmen seines Vaters Heinrich Meier zusammenzulegen. Seitdem führten Torben und Heinrich Meier gemeinsam als geschäftsführende Gesellschafter die Dachdeckerei-Zimmerei Meier GmbH & Co. KG. In den darauffolgenden Jahren vergrößerte sich der Betrieb und bezog 2014 ein neues Bürogebäude. Torben Meier ließ zudem eine neue Werkshalle in Lengede/Broistedt errichten und schuf einen strukturierten Vertrieb, der Kosten reduziert, Risiken minimiert und Schwankungen puffert. Mittlerweile arbeiten auch Torben Meiers Tochter Tony-Annalina und sein Sohn Maarten-Johann im Familienbetrieb und sind im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung im Dachdeckerhandwerk. Heinrich Meier schied Ende 2023 als geschäftsführender Gesellschafter aus dem Betrieb aus.
Von Dacharbeiten bis zum Holzrahmenbau
Mit dem Paslode-Nagler „Combi Xi“ werden Ankernägel zur Befestigung von Metallverbindern zwischen aufgedoppeltem Sparren und Mittelpfette eingetrieben
Foto: ITW Befestigungssysteme
Die Dachdeckerei und Zimmerei Meier, die 1951 gegründet wurde, beschäftigt aktuell 30 Mitarbeitende, davon sind 10 Auszubildende. Sie bietet Leistungen im Flach-, Grün- und Steildachbereich ebenso an wie energetische Dachsanierungen. Die Errichtung von Dachstühlen, Anbauten und Aufstockungen in Holzrahmenbauweise, der Einbau von Dachfenstern und Gauben sowie der Neubau von Garagen und Carports gehören ebenfalls zum Portfolio. Zudem übernimmt der Betrieb die Installation von PV-Anlagen, dabei arbeitet die Firma Meier seit vielen Jahren mit einem Elektrofachbetrieb zusammen. Jeweils 35 Prozent des Umsatzes werden mit Flach- und Steildacharbeiten erzielt, 20 Prozent mit Aufträgen zum Reparieren, Renovieren und Sanieren und gut 10 Prozent mit der Installation von PV-Anlagen. Jeweils die Hälfte des Kundenstamms der Dachdeckerei und Zimmerei machen öffentliche und private Auftraggeber aus.
Professioneller Außenauftritt
Der Firmensitz des Handwerksbetriebs befindet sich in Lengede im Landkreis Peine, einer wirtschafts- und einkommensstarken Region in Niedersachsen. Entsprechend groß ist die Konkurrenz. Dem hohen Konkurrenz- und Preisdruck begegnet Torben Meier mit einem professionellen Außenauftritt und einem effizienten Angebotsprozess. Die Präsenz in sozialen Medien, die eigene Website, die Betriebsgebäude sowie der moderne Fuhrpark sind für Torben Meier nicht nur Mittel zum Zweck, sondern Ausdruck des eigenen Qualitätsverständnisses.
Effizienter Angebotsprozess
Die „Impulse- Technologie“ ermöglicht den Einsatz des Gasnaglers bei Verarbeitungstemperaturen von -15 °C bis +49 °C . Angetrieben wird die Gastechnologie von einem Lithium-Ionen-Akku
Foto: ITW Befestigungssysteme
Um den Angebotsprozess für seine Kunden möglichst effizient zu gestalten, setzt Torben Meier auf eine strukturierte Erfassung von Kundenanfragen über die eigene Website (siehe unter: www.dachdeckerei-zimmerei-meier.de). Die dort hinterlegten Angaben helfen dabei, alle relevanten Informationen von Beginn an vollständig aufzunehmen und Angebote zielgerichtet zu erstellen. Nach dem Eingang der Anfrage erfolgt die Aufnahme der erforderlichen Daten, bei Bedarf unterstützt durch moderne Aufmaßtechnik wie den Einsatz einer Drohne. Auf dieser Grundlage wird ein individuelles und passgenaues Angebot für die Kunden ausgearbeitet. Das Dachaufmaß und die Kalkulationsbausteine bilden die Basis für eine hohe Abschlussquote. Sobald alle für den Auftrag benötigten Materialien geliefert und auftragsbezogen kommissioniert sind, wird mit der Arbeit begonnen. Benötigte Verbrauchsmaterialien werden mithilfe eines Barcode-Systems im Lager verwaltet und nachbestellt.
Vielseitig einsetzbare Gasnagler
Mit dem „Combi Xi“ lassen sich sowohl Dachlatten als auch Metallverbinder befestigen. Für den Wechsel zwischen den Anwendungen werden das Magazin und das Nasenstück des Naglers ausgetauscht
Foto: ITW Befestigungssysteme
Die Mitarbeitenden der Dachdeckerei und Zimmerei Meier sind in der Regel in Dreierteams auf den Baustellen unterwegs. Die Teams bestehen meist aus zwei Gesellen und einem Auszubildenden und haben immer entweder einen Paslode-Kombi-Gasnagler „Combi Xi“ oder den Paslode-Ankernagler und die Streifennagler „IM90Xi“ oder „IM100Xi“ im Fahrzeug mit dabei. Mit dem Kombi-Nagler lassen sich Balkenschuhe und -träger, Lochplattenwinkel und -streifen, Sparrenfüße und Windrispenbänder genauso befestigen wie Aufdopplungen, Beplankungen von Böden und Wänden, Lattungen und Schalungen. Zum Wechsel zwischen Holz-Holz- und Metall-Holz-Verbindungen werden einfach das Magazin und das Nasenstück des Kombi-Naglers ausgetauscht. Die elektronische Gasdosierung des Geräts ermöglicht das gleichmäßige Eintreiben bei Serienbefestigungen und das präzise Befestigen von Metallbauteilen. Die Streifennagler „IM90Xi“ und „IM100Xi“ nutzt Torben Meiers Team unter anderem für Aufdopplungen, Beplankungen sowie die Montage von Dachlattungen. Die Paslode-Nagler mit Lithium-Ionen-Akku sind dabei ganzjährig im Einsatz, da sie für Temperaturen von -15°C bis +49°C ausgelegt sind.
Regelmäßige Prüfung, Reinigung und Wartung
Der „Combi Xi“-Gasnagler lässt sich als Ankernagler nutzen und wird dafür mit magazinierten Ankernägeln der Größe 4,0 x 50 mm bestückt
Foto: ITW Befestigungssysteme
Torben Meier schätzt die Ausdauer und Leistungsstärke der in seinem Betrieb eingesetzten Paslode-Nagler, auch bei sommerlicher Hitze, sowie den Service des Herstellers. In einem Umlaufverfahren sind planmäßig immer zwei Geräte kostenfrei beim Hersteller zur Wartung. Um zusätzliche Kosten für Reparatur- und Wartungsarbeiten oder für Verschleißteile zu sparen, können die Produkte bei Paslode registriert werden, dadurch greift eine fünfjährige Garantie. Beim sogenannten „Boxenstopp“ wurden zudem jüngst alle Gasnagler vom Hersteller kostenlos vor Ort geprüft und gereinigt.
Autoren
Stephan Thomas ist Chefredakteur des Magazins dach+holzbau. Dennis Rabeneick ist Volontär in den Redaktionen der Magazine dach+holzbau und bauhandwerk.
