Abdichtungsmarkt behauptet sich in schwierigem Umfeld

2025 setzten die im Industrieverband Dach- und Dichtungsbahnen e. V (vdd) organisierten Hersteller 132,4  Mio. m² Abdichtungsbahnen ab. Der Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber 2024 spiegelt die anhaltend schwache Baukonjunktur im Hochbau wider. Rund 67,2 Mio. m² Flachdachfläche wurden 2025 neu abgedichtet.

Differenzierte Entwicklung

Die Grafik zeigt den Gesamtabsatzmarkt von Abdichtungsbahnen der Jahre 2022 bis 2025
Abb.: Der dichte Bau

Die Grafik zeigt den Gesamtabsatzmarkt von Abdichtungsbahnen der Jahre 2022 bis 2025
Abb.: Der dichte Bau
Die Gesamtentwicklung zeigt ein nach Werkstoffgruppen differenziertes Bild. Kunststoff- und Elastomerbahnen verzeichneten mit 26,6 Mio. m² ein leichtes Plus von rund einem Prozent und damit als einziges Segment eine positive Jahresbilanz. Polymerbitumenbahnen kamen auf 79 Mio. m², was einem Rückgang von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Einfache Bitumenbahnen gingen um 10,7 Prozent auf 26,8 Mio. m² zurück. Insgesamt stabilisierte sich der Markt auf einem hohen Niveau, bleibt jedoch von der schwachen Bautätigkeit im Hochbau geprägt.

Flachdachabdichtungen bleiben zentraler Markt

Der Flachdachbereich bleibt mit einer neu abgedichteten Gesamtfläche von 67,2 Mio. m² der zentrale Absatzmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr (69,4 Mio. m²) sank die Fläche zwar um 3,3 Prozent, ordnet sich jedoch stabil in die Entwicklung der letzten Jahre ein. Die aktuellen Marktzahlen für 2025 bestätigen somit eine Konsolidierung auf mittlerem Niveau. Die Werkstoffverteilung auf dem Flachdach verschiebt sich leicht: Der Anteil der Kunststoff- und Elastomerbahnen stieg von 37 auf 39 Prozent, der Anteil der Polymerbitumen- und Bitumenbahnen ging von 63 auf 61 Prozent zurück.

Ausblick 2026: Gedämpfte Erwartungen

Gedämpfte Erwartungen, Rohstoffknappheit, Inflationssorgen und steigende Energiekosten prägen die aktuellen Diskussionen, sodass sich die Aussichten, auch durch den Iran-Krieg, deutlich verschlechtert haben. Die noch zu Jahresbeginn erwartete Trendwende am Bau scheint aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen auszubleiben.

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