Offene Bürolandschaft unter Aluminiumdach

Alnatura Arbeitswelt in Darmstadt

420 Mitarbeiter sind auf dem 55 000 m² großen Alnatura Campus in Darmstadt tätig. Auf drei Etagen und etwa 10 000 m² Fläche bietet der Bürokomplex „Alnatura Arbeitswelt“ seinen Mitarbeitern komplett offen gehaltene Flächen. Bedeckt wird das Gebäude von einem „Rib-Roof“-Metalldach der Firma Zambelli.  

Die Alnatura Arbeitswelt bietet eine lebendige und flexible Arbeitsatmosphäre. Sie verliert sich nicht in einzelnen Abteilungen, abgeschlossenen Räumen und unübersichtlichen Gängen. Das ganze Gebäude ist ein großer, offener Raum, der sich vom Erdgeschoss bis unter das Dach ohne störende Trennwände zwischen Abteilungen und Hierarchien aufspannt. Ein durchlaufendes Fensterband auf der nördlichen Dachseite bestimmt die Atmosphäre im Innern. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf vier geschwungenen Galerien rund um ein Atrium, Treppen und Brücken verbinden die Flächen miteinander.

 

Außenwände aus gedämmtem Stampflehm

Das Bürogebäude ist ressourcenschonend unter dem Einsatz natürlicher und wiederverwendbarer Baustoffe entstanden. Die Verwendung natürlicher Baustoffe verbessert die Ökobilanz des Gebäudes. Ein besonderes Highlight ist der Einsatz einer einzigartigen Stampflehmfassade für das Gebäude, die weltweit erstmals mit einer geothermischen Wandheizung belegt wurde. Die Stampflehmfertigteile verfügen über eine 17 cm starke Kerndämmung aus recyceltem Schaumglasschotter. Lehm ist ein sehr langlebiges Material mit einer guten Luftfeuchteregulation und Wärmespeicherfähigkeit. Der natürliche Baustoff reguliert nicht nur das Raumklima auf natürliche Weise, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die Raumakustik. Zudem überspannt eine schallwirksame Holzlamellendecke das Atrium und die Büroflächen.

 

Metalldach und Seilsicherungssystem

Eingedeckt wurde die Alnatura Arbeitswelt mit einem 3430 m² großen „Rib-Roof“ Metalldach von Zambelli. Dafür wurde das System „Rib-Roof Speed 500“ in Aluminium in der Farbe „Umbragrau“ verarbeitet. Auch an die Sicherheit wurde gedacht und eine 525 m lange, überfahrbare Seilsicherung wurde auf dem Dach installiert. Zum Teil wurden auch Photovoltaik-Elemente auf dem Dach installiert. Die Befestigung der einzelnen „Rib-Roof“-Bahnen auf den Profilstegen erfolgte durchdringungsfrei. Für die Verbindung nutzt Zambelli das Prinzip des Formschlusses, also das Ineinandergreifen der benachbarten Profilstege. Allein durch die Profilbahngeometrie entsteht so eine dauerhaft formschlüssige Verbindung. Die Verlegearbeiten wurden von der Firma Ruhland, unter der Projektleitung von Christian Müller, fachgerecht ausgeführt.

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