Hofanlage im Landkreis Stade erhält neues Reetdach
Für die Reetneudeckung einer Hofanlage in Hammah stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der „Glücksspirale“ 20 000 Euro zur Verfügung. Die kleine Gemeinde Hammah liegt im Landkreis Stade südlich der Elbe in landwirtschaftlich geprägter Umgebung. Etwas außerhalb am östlichen Ortsrand steht das kleine, von Bäumen umstandene Gehöft umgeben von Feldern. Die Hofanlage besteht aus Wohnhaus und Scheune, beides reetgedeckt, und weiteren Nebengebäuden, die nicht unter Denkmalschutz stehen.
Das Haupthaus ist ein traufständig zur Straße stehender Zweiständerbau mit Fachwerk, Backsteinausfachung und Walmdach
Foto: Silke Kienecker
Das Haupthaus ist ein traufständig zur Straße stehender Zweiständerbau mit Fachwerk, Backsteinausfachung und Walmdach. Auch die Querdurchfahrtsscheune steht traufständig zur Straße. Ihr Fachwerk weist eine Backsteinausfachung auf, die Straßenfassade ist massiv in Backstein gemauert, hier hat das Reetdach nur einen Walm am Westende. Das Haupthaus wird um 1850 datiert. Die einstigen Fachwerkwände wurden wohl in den 1930er Jahren teils durch massive Ziegelsteinmauern ersetzt. Auch die Scheune entstand im 19. Jahrhundert. Angeblattete Kehlbalken deuten darauf hin, dass die Scheune älter als das Wohnhaus ist, womöglich wurde sie aber auch hierhin transloziert.
Die Hofanlage in Hammah gehört zu den über 580 Denkmälern, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie Mitteln der Lotterie „Glücksspirale“ allein in Niedersachsen fördern konnte. Mehr über die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erfahren Sie unter diesem Link .
