Entkopplungsstreifen aus natürlichen Baustoffen

Um die Schallübertragung zwischen Wänden und Decken aus Holz zu reduzieren, werden meist Entkopplungsstreifen aus Polyurethan (PU) eingesetzt. Eine neue Art von Entkopplungsstreifen besteht aus den Grundstoffen Wellpappe und Sand. Hohe Lasten haben keinen Einfluss auf die akustische Wirksamkeit.

Die „PhoneStrip“-Entkopplungsstreifen vermindern laut Hersteller Wolf Bavaria die Flankenübertragung von Luft- und Körperschall durch die innere Reibung. Die schalltechnischen Untersuchungen zur Ermittlung des Stoßstellendämmmaßes „Kij“ haben im vergleichenden Versuch zu einem herkömmlichen PU-Auflager gezeigt, dass vor allem im tieffrequenten Bereich „PhoneStrip“ -Entkopplungsstreifen gute Werte aufweisen.


Unter hohen Lasten keine Setzungen

Durch die bei der MPA München ermittelte Druckfestigkeit von 23 N/mm² als maximale Druckfestigkeit kann „PhoneStrip“ als lastabtragendes Auflager universell eingesetzt werden. Diese Druckfestigkeit liegt über der Festigkeit eines Hirnholz-Hirnholz-Stoßes bei Brettschichtholz der Güteklasse 24 nach der Beaufschlagung mit den Sicherheitsbeiwerten. Die Gefahr des Einbaus der falschen Entkopplungslager aufgrund der abzutragenden Lasten ist somit deutlich minimiert. Zudem wurde in einer weiteren Prüfserie ermittelt, dass „PhoneStrip“-Entkopplungsstreifen auch unter sehr hohen Lasten im langzeitlichen Verformungsverhalten keine weiteren Setzungen aufweisen. Die Endverformung von 3,5 mm (+/-0,5) wurde bereits nach wenigen Belastungszyklen in den Prüfserien erreicht. Höhere Lasten im Bau haben keinen Einfluss auf die akustisch entkoppelnde Wirkungsweise. Deshalb können die Streifen unabhängig von der statischen Belastung eingesetzt werden.

Im eingebauten Zustand wasserunempfindlich


„PhoneStrip“-Entkopplungsstreifen sind speziell für den Einsatz auf der Baustelle gemacht. Die Kanten  der Streifen sind mit einem speziellen Klebeband versiegelt. Die Versiegelung sorgt dafür, dass die Entkopplungsstreifen im eingebauten Zustand wasserunempfindlich sind. Außerdem erhöht sie die Schlagfestigkeit der Kante und macht die Stoßfuge luftdicht. Die Entkopplungsstreifen werden mit einer Länge von 1200 mm angeboten. Ab 50 bis 240 mm Breite werden die Streifen auf Kundenwunsch hergestellt, mit einer festen Höhe von 15 mm. Der Längenzuschnitt erfolgt mit einem Messer oder einer Stichsäge. Die offene Schnittkante wird mit dem „PhoneStrip“-Tape verschlossen. Das ist ein entscheidender Faktor für den einfachen und risikofreien Einsatz der Entkopplungsstreifen, der deutlich zur Kostenersparnis beiträgt.

Die „PhoneStrip“-Entkopplungsstreifen wurden von der Wolf Bavaria GmbH in Zusammenarbeit mit Experten und Prüfeinrichtungen wie der TU Graz, der TU München/MPA Bau und der bauart Konstruktions GmbH & Co. KG entwickelt. Sie sind über ausgesuchte Leithändler, die die Entkopplungsstreifen auf Lager haben, zu beziehen.

Autor

Uwe Rothenberger ist Vertriebsleiter der Wolf Bavaria GmbH in Heilsbronn.


Auf der BAU in München finden Sie die Wolf Bavaria GmbH in Halle B5, Stand 508. www.bau-muenchen.com


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