Deutscher Holzbaupreis 2013 entschieden

Ein Finanzamt, ein Gymnasium, ein Audimax, ein Hotel und eine Windkraftanlage – wie vielfältig die Möglichkeiten des Holzbaus sein können, zeigen die frisch gekürten Preisträger des Deutschen Holzbaupreises 2013. Der mit insgesamt 20 000 Euro dotierte Preis wurde Anfang Mai im Rahmen der Messe Ligna in Hannover an fünf Bauwerke verliehen; die Jury unter Vorsitz des österreichischen Architekten Hermann Kaufmann kürte außerdem aus den 226 eingereichten Arbeiten neun Anerkennungen.

Kategorie „Neubau“

Alle drei Preisträger in der Kategorie „Neubau“ sind auf das Engagement der öffentlichen Hand zurückzuführen. Der Münchener Architekt Reinhard Bauer erhielt einen Preis für die Planung und Ausführung des Finanzamtes in Garmisch-Partenkirchen. Die Jury lobte es als gestalterisch und konstruktiv ausgereiftes Vorzeigeprojekt der öffentlichen Hand. Der Preis würdigt letztlich auch den ambitionierten Beschluss des Bayerischen Landtages, bei staatlichen Verwaltungsgebäuden die Holzbauweise bevorzugt umzusetzen.

Für das Rupert-Ness-Gymnasium in Wangen im Allgäu wurden Maier Neuberger Projekte GmbH und Keiner Balda Architekten, Fürstenfeldbruck, ausgezeichnet. Das Gebäude gebe – obgleich es sich um die Ergänzung einer bestehenden Schulanlage handelt – als eigenständiger Neubau in reiner Holz-
bauweise dem Ensemble eine völlig neue Identität.

Das Besondere an dem Holzskelettbau für das temporäre Audimax der TU München in Garching ist seine dunkel lasierte Fichtenfassade, die je nach Lichteinfall unterschiedlich stark schimmert und Assoziationen an eine wehende Hülle weckt. Ausgezeichnet wurde dafür das Büro Deubzer König + Rimmel Architekten aus München

Kategorie „Bauen im Bestand“

In der Kategorie „Bauen im Bestand“ lobte die Jury an dem Hotel und Gesundheits-Resort in Bayrischzell von Florian Nagler Architekten, München, das sehr stimmige Gesamtkonzept, das „auf den Qualitäten des Bestandes aufbauend einen unverwechselbaren Ort des Entspannens und Erholens schafft, ohne die gängigen Klischees der modernen Wellness-
architektur zu bedienen“.

Kategorie „Komponenten und Konzepte“

In der Kategorie „Komponenten und Konzepte“ wurde ein prototypischer Turm in Hannover für eine Windkraftanlage im Megawattbereich ausgezeichnet. Der Preis dafür ging an die  Timber Tower GmbH, Hannover. Die weltweit einzigartige Konstruktion nimmt eine Ausnahmestellung im Bereich der Windenergieerzeugung ein. Nach jahrelangen Planungen ist es den Ingenieuren gelungen, die Wettbewerbsfähigkeit des Baustoffes Holz im Vergleich zur Konkurrenz darzustellen.

www.deutscher-holzbaupreis.de

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